Unter Administration → Meldungen legst Du fest, welche Meldung an wen geht und über welchen Weg sie zugestellt wird. Der Bereich ersetzt die früher verstreuten Telegram-Kacheln.
Du brauchst dafür das Recht admin.config; allein der
Webhook-Status kommt mit admin.access aus.
ℹ️ Die Kachel bleibt immer stehen — auch mit ausgeschaltetem Telegram. Sie trägt dann den Zusatz „— Zustellung aus". Das ist Absicht: Der Telegram-Schalter liegt hinter dieser Kachel. Würde sie mitverschwinden, wäre der einzige Weg zum Wiedereinschalten weg — man müsste die Adresse auswendig kennen. Der Meldungs-Bus ist außerdem kanalunabhängig: Katalog und Empfänger gelten auch dann, wenn Telegram aus ist.
Die Einstiegsseite
Oben stehen die Kennzahlen: der aktive Zustellweg, wie viele Meldungsarten scharf geschaltet sind, wie viele Zustellungen es in den letzten sieben Tagen gab, wie viele davon fehlgeschlagen sind und wie viele nur eingeschränkt zugestellt wurden. Zwei weitere Kacheln — „nur im ETB sichtbar" und „nicht gesendet" — erscheinen erst, wenn es solche Fälle gibt.
Zwei Hinweise erscheinen nur, wenn sie zutreffen — und beide sind wichtig:
- Fehlgeschlagene Zustellungen. Es gibt bewusst keinen Ausweichkanal. Was nicht ankommt, kommt nicht an, und Du sollst es merken.
- Benutzer ohne Löschgruppe. Sie bekommen keinen Alarm. Das ist die häufigste Ursache dafür, dass jemand sagt „bei mir kam nichts an".
ℹ️ Löschst Du einen Benutzer, ändern sich diese Zahlen rückwirkend. Seine Zeilen im Zustellprotokoll sind persönliche Daten und gehen mit ihm — aus „12 von 20" wird dann „12 von 19". Die Meldungen selbst bleiben, sie gehören dem Einsatz. Mehr dazu unter Benutzer.
Darunter führen die Kacheln in drei Blöcke — Einstellungen, Push-Dienste und Logs & Diagnose. Welche Seite was macht, steht gleich darunter unter Die Seiten des Bereichs. Die Web-Push-Kachel trägt den Einrichtungsstand — wie viele Geräte eingerichtet sind bzw. dass noch nichts eingerichtet ist.
Die Zustellstatus
| Status | Bedeutung | Alarmiert Dich? |
|---|---|---|
| Offen | Vorgemerkt, der Versand läuft gerade — ein Durchgangszustand von Sekunden | nein |
| Zugestellt | Raus und personengenau — der Sollzustand | — |
| Nur eingeschränkt | Raus, aber in einen Gruppen-Chat: Es lesen andere mit, und wer sie gelesen hat, weiß der Kanal nicht | nein |
| Nur im ETB sichtbar | Richtet sich an einzelne Personen (oder ist eine Entscheidung), was Telegram nicht kann — steht im Postfach | nein |
| Nicht gesendet | Telegram ist abgeschaltet oder nicht eingerichtet | die Kachel erscheint in Warnfarbe |
| Fehlgeschlagen | Versuch gelaufen, Telegram hat abgelehnt — meist eine falsche Chat-ID | ja, löst die Eskalation aus |
ℹ️ Nur fehlgeschlagen ist ein echter Fehler. Die beiden mittleren Status sind Betriebszustände — würden sie mitzählen, bekämst Du bei jeder Freigabe-Anfrage eine Fehlermeldung hinterhergeschickt.
ℹ️ „Offen" ist kein Fehler, sondern der Anfang. Die Zeile entsteht bevor die Nachricht rausgeht — nur so gilt der Antwort-Ausweis schon, wenn die Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm ankommt. Wer sofort antwortet, kommt damit durch; vorher scheiterte ausgerechnet der Schnellste. Gleich nach dem Versand schreibt das ETB den endgültigen Status darüber. Bleiben Zeilen auf „offen" stehen, ist ein Versand mittendrin abgebrochen — dann lohnt der Blick ins Log-Dashboard.
ℹ️ Die Spalte „Bedeutung" beschreibt Telegram. Läuft Deine Wehr auf Web Push, lesen sich dieselben Status anders: „Nur im ETB sichtbar" kommt dort gar nicht vor, und „kein Gerät eingerichtet" zählt als Fehler — denn Web Push kann Personen erreichen, es hat nur nicht geklappt. Die vollständige Übersetzung steht im Thema Web Push.
Die Seiten des Bereichs
Seit Version 4.9 ist der Bereich thematisch aufgeteilt. Die Einstiegsseite Meldungen hält die Kacheln in drei Blöcken:
Einstellungen
| Seite | Was Du dort einstellst |
|---|---|
| Zustellweg | Worüber die Meldungen hinausgehen, plus die Erprobung |
| Meldungsarten | Wer bekommt was — Regeln, Rückmeldungen, Textvorlagen |
| Rückmeldungen | Zählung, Takt des Alarmmonitors, Bildschirme ohne Anmeldung |
Push-Dienste
| Seite | Was Du dort findest |
|---|---|
| Web Push | Schlüssel, Einladungen, Freigabe und die Bereitschaft — dazu ein Knopf in die Geräteverwaltung |
| Telegram | Chat-Zuordnung und die beiden Telegram-Schalter |
Logs & Diagnose
| Seite | Was Du dort findest |
|---|---|
| Zustellprotokoll | Welche Meldung ging raus — und was gab es dabei |
| Status | Käme ein Alarm jetzt an? |
Status
Beantwortet die eine Frage, die sich vor jedem Einsatz stellt: Käme ein Alarm jetzt an?
Geprüft werden in einem Rutsch: Zustellweg, Schlüssel bzw. Telegram-Schalter, Erreichbarkeit, letzte Meldung, Zustellungen der letzten sieben Tage, Lebenszeichen des Cron und die Hallenbildschirme. Jeder Punkt sagt, was zu tun ist, und verlinkt dorthin.
ℹ️ Ein einziges rotes Feld macht die Seite rot. Bei dieser Frage ist der Durchschnitt keine sinnvolle Auskunft.
⚠️ Das ist keine Überwachung. Die Seite fragt beim Aufruf nach und meldet sich nicht von selbst — dafür gibt es das stündliche Lebenszeichen. Und sie ersetzt keinen Probealarm: Ob ein Handy wirklich weckt, sagt Dir nur, wer davorsteht.
ℹ️ Jede Seite speichert nur, was sie zeigt. Vorher stand alles in einem einzigen Formular — ein Klick auf Speichern schrieb dann auch die Themen mit, die Du gar nicht angefasst hattest.
Zustellprotokoll
Beantwortet die Frage: Welche Meldung ging raus — und was gab es dabei.
Eine Zeile ist eine Meldung, mit ihrer Bilanz: wie viele Empfänger, wie viele erreicht, wie viele Antworten. Ein Klick darauf zeigt den Inhalt der Meldung und alle Empfänger mit ihrem Stand.
Zwei Filter:
- Nur mit Zustellproblemen — Meldungen, die jemanden nachweislich nicht erreicht haben.
- Ohne jede Rückmeldung — Meldungen, auf die man antworten konnte, bei denen aber niemand geantwortet hat.
Die Meldung „Zustellung fehlgeschlagen" verlinkt direkt auf ihren Vorgang.
Nicht jede Nicht-Zustellung ist ein Fehler
| Stand | Was er heißt | Problem? |
|---|---|---|
| Zugestellt | angenommen und einer bestimmten Person zugeordnet | nein |
| Im Gruppenchat | über Telegram rausgegangen, nicht personengenau — aber angekommen | nein |
| Nicht gesendet — Kanal aus | bewusst unterdrückt | nein |
| Kanal erreicht die Person nicht | Telegram kann keine einzelne Person adressieren; die Meldung steht trotzdem im Postfach | nein |
| Fehlgeschlagen | der Transport hat abgelehnt: falsche Chat-ID, Bot blockiert, Netz weg | ja |
| Versand abgebrochen | die Zeile wurde angelegt, der Versand lief nicht zu Ende | ja |
ℹ️ „Im Gruppenchat" ist grün. Während einer Erprobung ist das sogar der gewollte Normalfall: Ein Teil der Wehr bekommt Web Push, der Rest liest im Chat mit. Eine Liste, die das anmeckert, wäre nach zwei Tagen wertlos.
⚠️ Warum zählen die Betriebszustände nicht als Problem? Weil eine Fehlerliste, die nie leer wird, nach kurzer Zeit niemand mehr ansieht. Ob Rückmeldungen ausbleiben, ist eine eigene Frage — dafür gibt es den eigenen Filter.
Einstellungen — der Zustellweg
Der Kanal gilt für die ganze Installation. Ein einzelner Benutzer wählt ihn bewusst nicht selbst: Verantwortlich für die Verarbeitung der Einsatzdaten ist die Wehr, nicht der einzelne Kamerad. Dürfte jeder für sich entscheiden, ließe sich die Auftragsverarbeitung der Wehr unterlaufen.
Zur Wahl stehen zwei Wege:
| Zustellweg | Wann sinnvoll |
|---|---|
| Web Push (eigene App) — Vorgabe | Zustellung direkt an die Geräte, personengenau und ohne Fremddienst. Setzt HTTPS und eingerichtete Geräte voraus — siehe Web Push |
| Telegram | Der Bestand. Zustellung über Gruppen-Chats — personengenaue Meldungen kann Telegram nicht |
ℹ️ Neue Installationen starten auf Web Push. Telegram bleibt als Möglichkeit erhalten, ist aber nicht mehr der voreingestellte Weg. Eine bestehende Installation behält, was sie hat — der Wechsel ist eine bewusste Entscheidung, kein Nebeneffekt eines Updates.
⚠️ Es gilt genau ein Weg für alle. Wer über den neuen Weg nicht eingerichtet ist, bekommt ab dem Umschalten nichts mehr. Prüfe vorher, wer erreichbar ist. Die einzige Ausnahme ist eine laufende Erprobung (Abschnitt weiter unten). Läuft eine, sagt Dir der Text an dieser Stelle auch, für wie viele Personen sie gilt; die Ausnahmen bleiben von einem Wechsel hier unberührt und enden erst mit der Erprobung.
⚠️ Vor dem Umstieg auf Web Push zwei Dinge prüfen: wie viele Leute kein Gerät eingerichtet haben (die Zahl steht auf der Web-Push-Seite), und wer bisher ohne ETB-Konto im Telegram-Chat mitgelesen hat — genau diese Personen sind danach nicht mehr erreichbar. Das ETB blockiert nur die groben Fälle: ohne Schlüssel und ohne ein freigegebenes Gerät lässt es sich gar nicht erst umschalten.
Freigegeben, nicht bloß angemeldet: Steht die Freigabepflicht auf „an", empfängt ein Gerät, das noch auf seine Freigabe wartet, nichts. Früher zählte die Bremse jede Anmeldung mit und ließ ausgerechnet den vorsichtigeren Betreiber in einen Kanal umschalten, der für niemanden zustellte.
Die beiden Telegram-Schalter stehen nicht hier, sondern eine Kachel weiter unter Meldungen → Telegram — dort, wo auch Token und Chat-IDs liegen:
| Schalter | Wirkung |
|---|---|
| Telegram aktiv | Aus: Es geht nichts über Telegram raus und es kommt nichts herein — der Webhook antwortet mit 503, und auch das Abholen ruht. Die Meldungen entstehen weiterhin und stehen in der App |
| Debug-Modus | Alle Telegram-Nachrichten gehen nur in den Debug-Chat — zum Testen, ohne den Alarmkanal zu belasten. Er überstimmt jede Zuordnung, auch die selbst gepflegten |
ℹ️ Solange der Debug-Modus läuft, zeigt die Telegram-Seite unter „Was gerade greift" folgerichtig überall den Debug-Chat — das ist keine kaputte Zuordnung, sondern der Schalter bei der Arbeit. Danach wieder ausschalten, sonst bekommt die Wehr keine Alarme mehr.
Bot-Token und Chat-IDs selbst stehen in der .env und sind über den
Setup-Wizard änderbar.
Erprobung — den Umstieg erst mit ein paar Freiwilligen fahren
Ein Kanalwechsel ist scharf: Er gilt ab dem Klick für alle, und wer kein Gerät eingerichtet hat, ist ab diesem Moment still nicht mehr erreichbar. Der Durchstich, den kein Test ersetzt — ein echter, lauter Alarm auf ein schlafendes Handy —, lässt sich damit nicht üben.
Dafür gibt es auf der Einstellungsseite die Karte Erprobung — direkt unter der Auswahl des Zustellwegs, weil sie zum selben Thema gehört. Während sie läuft, kannst Du einzelnen Personen einen anderen Zustellweg geben als der Wehr. Alle anderen merken davon nichts.
So gehst Du vor:
- „Erprobung starten" drücken. Das ist ein reiner Schalter — am Betrieb ändert sich noch gar nichts.
- Unter Benutzer bei jeder Person, die mitmacht, das neue Feld Zustellung setzen (Standard · Telegram und Web Push · Nur Telegram · Nur Web Push). Dorthin führt auch der Knopf „Benutzer öffnen".
- Die Erprobung fahren — echte Alarme, echte Geräte. Wer erprobt, meldet sein Gerät ganz normal im Profil an; das geht auch, solange die Wehr noch auf Telegram läuft.
- „Erprobung beenden": Du wählst den Zustellweg, der danach für alle gilt, und das ETB setzt in einem Zug alle Ausnahmen zurück. Es fragt vorher nach und nennt die Zahl.
Solange die Erprobung läuft, steht auf der Seite ein Banner, und darunter die Liste aller Ausnahmen mit Namen und Weg — eine Ausnahme, die man nicht sieht, ist die gefährliche. Über „Ändern" springst Du direkt zur Person.
⚠️ „Telegram und Web Push" heißt: zwei Meldungen zur selben Sache. Die Person bekommt jeden Alarm doppelt — einmal im Chat, einmal aufs Gerät. Das ist genau der Sinn (man sieht, ob der Push wirklich weckt), aber sag es der Person vorher.
⚠️ „Nur Web Push" nimmt niemanden aus dem Telegram-Chat. Telegram stellt an Gruppen zu, nicht an Personen: Das ETB kann aufhören, jemanden dort zu adressieren — aus der Gruppe nehmen kann es ihn nicht. Wer den Push-Weg scharf testen will, muss die Gruppe selbst verlassen. Sonst fängt Telegram jeden Push-Ausfall auf, und der Fehler bleibt bis zum Ernstfall verborgen.
⚠️ Läuft Deine Wehr schon auf Web Push, stehen „Nur Telegram" und „Telegram und Web Push" gar nicht zur Wahl. Der Grund ist Datenschutz, kein Geschmack: Der Empfängerkreis einer Regel geht unverändert an den Kanal, und Telegram adressiert Chats. Eine einzige Telegram-Ausnahme brächte damit jede gruppenadressierte Meldung zurück in den Chat — an alle Mitleser ohne ETB-Konto und mit der Langfassung samt Personendaten. Genau die Zusage, wegen der man wechselt, wäre durch eine Einstellung an einer Person aufgehoben. In der Erprobungsrichtung (Wehr auf Telegram) stehen dagegen alle vier Werte bereit.
ℹ️ Zwei Wege, aber nur ein Eintrag im Postfach und eine Rückmeldung. Bekommt eine Person die Meldung über beide Kanäle, bleibt es bei einer Zeile im Zustellprotokoll: Sie beschreibt die Person, nicht den Weg — „kommt sie?" ist eine Tatsache über den Menschen. In der Datenbank steht in der Spalte
kanaldanntelegram+webpush.Welcher Status übrig bleibt, wenn die beiden Wege verschieden ausgehen: erreicht schlägt nicht erreicht — hat ein Weg die Person personengenau erreicht, steht „zugestellt" da, und die Fehlermeldung des anderen Weges fällt weg; sie wäre gegenstandslos und würde nur beunruhigen. Kam sie über keinen Weg personengenau an, gewinnt der handlungsrelevanteste Grund: Ein echter Fehlschlag schlägt „unterdrückt" — sonst verschluckte ein abgeschalteter Kanal die Eskalation eines echten Ausfalls. In diesem Fall bleiben alle genannten Gründe stehen, auch bei „nur eingeschränkt" („Push scheiterte, der Gruppen-Chat hat es aufgefangen"). Genau diese Auskunft ist der Ertrag der Erprobung.
Wann kannst Du gefahrlos abschalten?
Das sagt Dir die Karte selbst. Sobald Meldungen an die Erprobenden gegangen sind, steht dort eine Zeile wie:
Seit dem 25.08.2026: 14 Meldung(en) an die Erprobenden, davon 14 per Web Push zugestellt.
Gezählt werden ausschließlich die Zustellungen der Personen mit Ausnahme — alle anderen laufen ohnehin über den Zustellweg der Wehr und sagen nichts über Web Push. Verschwindet der Hinweis „ohne erreichbares Gerät" ganz, ist das Umschalten eine Entscheidung mit Beleg statt eines Sprungs.
⚠️ Die Zahl ist ein Hinweis, kein Beweis. „Zugestellt" heißt: Der Push-Dienst hat die Nachricht angenommen. Ob ein Display geleuchtet hat und ob jemand davon wach geworden ist, weiß nur, wer davorstand. Genau deshalb gibt es die Erprobung mit echten Menschen — die Zahl ersetzt ihre Rückmeldung nicht.
ℹ️ „Erprobung abbrechen" gibt es nur, solange niemand eingetragen ist. Dann nimmt der Knopf bloß den Schalter zurück und ändert am Zustellweg nichts. Sobald es Ausnahmen gibt, führt der Weg hinaus nur über „Erprobung beenden" — ein stilles Abschalten machte die Ausnahmen nur wirkungslos, nicht weg, und beim nächsten Einschalten wachten sie wieder auf: Werte, die niemand mehr im Kopf hat, für Personen, die inzwischen andere sind.
ℹ️ Ohne laufende Erprobung wird der Zustellweg je Person gar nicht gelesen. Das Feld ist dann in der Benutzerverwaltung nicht einmal sichtbar. Es gilt ausnahmslos der Weg der Wehr — so wie vorher.
ℹ️ Zum Beenden auf Web Push gilt dieselbe Bremse wie beim normalen Umschalten: ohne Schlüssel der Instanz und ohne mindestens ein freigegebenes Gerät lehnt das ETB ab.
ℹ️ Wer darf das? Die Erprobung starten und beenden darf, wer
admin.confighat (diese Seite). Den Zustellweg einer Person setzt man in der Benutzerverwaltung — dafür braucht esadmin.users. Der Nutzer selbst wählt seinen Kanal nie; die Verantwortung für die Verarbeitung der Einsatzdaten liegt bei der Wehr.
Rückmeldungen (eigene Seite)
Diese Verwaltungsseite steuert vier Dinge, die alle die Benutzer-Seite Rückmeldungen und den Alarmmonitor betreffen. Beide heißen gleich: Hier stellst Du ein, dort siehst Du das Ergebnis.
Drei davon sind Fristen — wie lange die Kacheln zählen, wie oft der Alarmmonitor nachfragt, und wann alte Rückmeldungen von selbst verschwinden. Das vierte sind die Bildschirme ohne Anmeldung.
Zählung zurücksetzen nach
Die Kacheln beantworten eine Frage der Gegenwart: Wer kommt gerade? Ohne dieses Zeitfenster summierten sie jeden Einsatz seit der Installation mit — die Zahl sähe aus wie eine Lagemeldung, wäre aber eine Statistik.
Wählbar sind 0 bis 60 Minuten in Fünfer-Schritten, Vorgabe 15 Minuten; 0 schaltet das Zurücksetzen ab.
ℹ️ Zurückgesetzt wird nur die Zählung. Die Liste darunter bleibt vollständig — es geht nichts verloren.
Dasselbe Fenster bestimmt, wie lange ein Einsatz auf dem Alarmmonitor steht, wenn er nicht vorher auf erledigt gesetzt wird.
⚠️ Die 0 wirkt dort anders. „Zurücksetzen abgeschaltet" heißt für die Kacheln „zähle alles", für den Monitor aber eine Stunde. Ein Schirm, auf dem jeder Einsatz für immer stehen bleibt, wäre nach einer Woche unlesbar.
Alarmmonitor aktualisiert alle
Wie oft der Alarmmonitor den frischen Stand holt: 5 bis 60 Sekunden, Vorgabe 10. Der Zähler links unten auf dem Monitor zeigt den eingestellten Takt mit.
ℹ️ Die Änderung wirkt ohne Neuladen — spätestens beim übernächsten Abruf. An einen Bildschirm in der Fahrzeughalle geht niemand hin, um F5 zu drücken.
⚠️ Kürzer ist nicht besser. Jede Abfrage ist eine eigene Anfrage an den Server, und der Schirm läuft rund um die Uhr — auf einem geteilten Webspace sind die gleichzeitigen Arbeiter das Limit. 10 Sekunden sind für eine Fahrzeughalle erprobt. Umgekehrt ist eine Rückmeldung, die eine Minute braucht, bis sie in der Halle ankommt, beim Ausrücken wertlos.
Rückmeldungen löschen nach
Wie viele Tage eine Rückmeldung aufgehoben wird. Vorgabe 3, höchstens 14; 0 schaltet das Löschen ab.
Eine Rückmeldung sagt etwas über die Gegenwart: Ich komme. Ein paar Tage später ist derselbe Eintrag etwas anderes — die Aufzeichnung, wer wann wo war. Diese Frist begrenzt, wie lange das nachlesbar bleibt.
ℹ️ Der Cron erledigt das, nicht die Seite. Die Frist wirkt also erst beim nächsten Lauf, nicht in der Sekunde des Speicherns.
ℹ️ Entscheidungen sind ausgenommen. Eine Gerätefreigabe oder die Freigabe einer Bevölkerungswarnung ist keine Momentaufnahme, sondern der Nachweis, dass jemand etwas erlaubt hat. Solche Rückmeldungen räumt der Cron nie ab — sie lassen sich nur von Hand über den Papierkorb entfernen, und dann steht im Protokoll, wer das getan hat und was drinstand.
ℹ️ Der Einsatz bleibt. Gelöscht wird nur die Antwort — dass eine Meldung hinausging und wen sie erreicht hat, steht weiter im Zustellprotokoll. Das Einsatztagebuch selbst ist davon ohnehin nicht berührt.
⚠️ Zurückholen geht nicht. Wer eine Auswertung über die Beteiligung braucht, macht sie vor Ablauf der Frist — oder setzt die Frist hoch. Setzt Du die Frist herab, fragt das ETB vorher nach: Der nächste Cron-Lauf räumt dann auf einen Schlag ab, was zwischen alter und neuer Frist liegt.
ℹ️ Entscheidungen sind von der Frist ausgenommen — Freigaben von Warnungen und von Geräten. Sie verfallen nicht von selbst; von Hand entfernen lassen sie sich sehr wohl, siehe Rückmeldungen.
Alarmierung aussetzen — der Not-Aus
Unter Meldungen → Zustellweg steht ganz oben die Karte Alarmierung aussetzen. Damit lassen sich die Alarmmeldungen stilllegen: Es geht kein Alarm mehr hinaus, weder per Web Push noch per Telegram.
⚠️ Der Alarmmonitor zeigt den Einsatz trotzdem. Er liest die Einsätze, nicht die Meldungen — ein Einsatz erscheint dort also ganz normal, nur die Rückmeldungen darunter bleiben leer. Wer den Schirm in der Fahrzeughalle für stumm hält, irrt sich.
Gedacht ist das für eine Großschadenslage, bei der die Alarmierung über die Leitstelle läuft, für eine Übung — oder für eine Wehr, die diese Funktion gar nicht nutzen will.
ℹ️ Postfach und Systemmeldungen laufen weiter. Wer bei einer Großlage die Klingel abstellt, will trotzdem noch lesen können, was hereinkommt, und die Betriebsmeldungen der Anlage weiter sehen.
Betroffen sind drei Meldungsarten: Hauptalarm, Einheit nachalarmiert und die Aufzählung „Alarmierung der Einheiten". Zwei weitere aus derselben Gruppe gehen bewusst trotzdem hinaus:
- „Fehlerhafte Alarmmail" — sie meldet, dass die Anlage eine Leitstellen-Mail nicht lesen konnte. Sie stillzulegen hieße, blind zu werden, ausgerechnet in der Lage, in der jemand den Not-Aus gedrückt hat.
- Die Sammelmeldung an die Führung — der Not-Aus soll aufhören, Leute zu wecken, nicht aufhören, die Einsatzleitung zu informieren.
⚠️ Ein unterdrückter Alarm hinterlässt keine Meldung. Er entsteht gar nicht erst: kein Eintrag im Postfach, keine Zeile im Zustellprotokoll, nichts zum Nachlesen — nur eine Warnung im Systemprotokoll. Das ist der Unterschied zum Abschalten von Telegram: Dort entstehen die Meldungen weiter und stehen in der App, nur der Versand unterbleibt.
Zwei Angaben sind nötig:
- Wie lange — 30 Minuten bis 12 Stunden, oder bis auf Widerruf. Danach läuft die Alarmierung von selbst wieder an.
- Grund (Pflicht) — er steht im Balken auf jeder Seite und im Protokoll.
⚠️ Ein vergessener Not-Aus ist von „es ist nichts los" nicht zu unterscheiden. Deshalb die Frist: Sie ist kein Komfort, sondern der Schutz gegen das Vergessen. Wähle bis auf Widerruf nur, wenn Deine Wehr die Alarmierung dauerhaft nicht nutzt.
Solange die Alarmierung ausgesetzt ist, steht auf jeder Seite ein
Warnbalken mit Grund, Person und Restdauer. Den Link zum Wiedereinschalten
trägt er nur für Konten mit dem Recht admin.config — alle anderen sehen den
Balken, aber keinen Knopf.
ℹ️ Wer ihn setzt und wer ihn aufhebt, steht im Protokoll — und zwar als Warnung, nicht als Notiz. Wer hinterher fragt „warum kam nichts an", soll die Antwort finden.
Die Spur, die bleibt
Unter der Karte steht aufklappbar Bisherige Not-Aus-Vorgänge — beide Richtungen, jede mit Zeitpunkt und Person:
- Die Zeile zum Aussetzen trägt den Grund und die gewählte Dauer: „ausgesetzt von Michael Ruck „Großschadenslage" für 4 Stunden (bis 03:15 Uhr)".
- Die Zeile zum Wiedereinschalten trägt keinen Grund — der wird dort nicht abgefragt —, dafür die tatsächliche Dauer: „wieder eingeschaltet von Michael Ruck, war 2 Std. 14 Min. aus".
⚠️ Diese Aufstellung lässt sich nicht löschen — auch nicht über „Protokoll leeren" im Log-Dashboard, und auch ein ETB-Reset nimmt sie nicht mit. Das ist Absicht: Die Frage „war in dieser Nacht der Alarm aus?" wird meist erst Wochen später gestellt, und ein Protokoll, das sich aufräumen lässt, beantwortet sie dann nicht mehr.
Der Name in der Liste ist der, der zum Zeitpunkt der Handlung galt. Wird ein Konto später umbenannt oder gelöscht, bleibt er trotzdem lesbar.
Läuft die Frist von selbst ab, entsteht kein eigener Eintrag „wieder eingeschaltet" — das Ende steht dann in der Zeile des Aussetzens.
Und ein Klick auf „wieder einschalten", wenn gar nichts ausgesetzt war, ergibt keinen Eintrag: Das ETB sagt nur „Die Alarmierung läuft bereits." So lässt sich die Liste nicht mit Leerlauf vollschreiben, bis ein unbequemer Eintrag aus der Ansicht rutscht.
Zeigt der Kopf „letzte 10 von 37", gibt es mehr Vorgänge als angezeigte. Die älteren stehen weiterhin in der Datenbank.
🔒 Datenschutz: Schreib keine Personendaten in den Grund. Grund und Name werden unbefristet aufbewahrt und haben bewusst keinen Löschweg — das ist der Sinn einer Revisionsspur (berechtigtes Interesse an der Nachvollziehbarkeit der Alarmierung). „Großschadenslage, Alarmierung läuft über die Leitstelle" ist ein guter Grund; „Meldung von Herrn Müller" nicht.
Web Push — die eigene Zustellung
Die Kachel Web Push führt auf die Betriebsseite des eigenen Zustellwegs: Schlüssel der Instanz anlegen, sehen wer erreichbar ist und Einladungslinks für Geräte erzeugen. Dort steht auch, wie viele aktive Benutzer kein Gerät eingerichtet haben.
Der große Unterschied: Web Push adressiert Personen, nicht Chats. Damit kommen auch die personengenauen Meldungen wirklich an, die Telegram nur im Postfach ablegen kann — und der Inhalt bleibt verschlüsselt, der Push-Dienst sieht ihn nicht.
Alles Weitere — Voraussetzungen, Einrichtung, Einladungslink und die Störungssuche — steht im eigenen Thema Web Push.
Meldungen — wer bekommt was
Je Meldungsart eine Seite, oben Reiter zum Wechseln. Eine Meldungsart hat einen Kopf (Dringlichkeit, an/aus) und darunter eine oder mehrere Regeln.
Ab Werk stehen siebzehn Meldungsarten im Katalog, gebündelt in vier Gruppen. Die Reihenfolge ist keine alphabetische, sondern eine nach Wichtigkeit — der Hauptalarm steht vorn, die Systemmeldungen stehen hinten:
| Gruppe | Meldungsarten |
|---|---|
| Alarm | Hauptalarm · Alarmierung der Einheiten · Einheit nachalarmiert · Fehlerhafte Alarmmail · Sammelmeldung |
| Einsatz | Freie Nachricht · Kurznachricht zur Lage · Angebot einer Einsatz-Rolle |
| Warnung | Zur Freigabe · Freigegeben oder zurückgewiesen · Rückbestätigung der Leitstelle fehlt |
| System | Neues Gerät angemeldet · Heartbeat · ETB-Reset · Selbsttest · Schema-Check-Hinweis · Zustellfehler |
Sechs davon sind die bisherigen Telegram-Nachrichten (Hauptalarm, Alarmierung der Einheiten, fehlerhafte Alarmmail, Heartbeat, ETB-Reset, Selbsttest) — sie erben ihren Langtext aus der Telegram-Vorlage.
ℹ️ Drei Arten lassen sich nicht abschalten: der Hauptalarm, „Zustellung fehlgeschlagen" und „Neues Gerät angemeldet". Beim Hauptalarm ist der Grund offensichtlich; beim Zustellfehler wäre ein Aus genau der stille Ausfall, den der Bus verhindern soll. Und an „Neues Gerät angemeldet" hängt die Geräte-Freigabe: Ist die Art aus, entsteht die Meldung gar nicht erst — bei eingeschalteter Freigabepflicht bliebe dann jedes neu eingerichtete Gerät dauerhaft stumm, ohne dass jemand erführe, warum. Empfänger, Texte und Dringlichkeit kannst Du bei allen dreien ändern.
ℹ️ „Zustellung fehlgeschlagen" kommt einmal je Vorgang, nicht je Regel. Eine Meldungsart hat oft mehrere Regeln (die Führungsstelle bekommt anderen Text als die übrigen Löschgruppen) — bei einem Telegram-Ausfall gingen vorher zwei Fehlermeldungen für einen Alarm an den Administrator, und wer zweimal dasselbe liest, liest beim dritten Mal nicht mehr hin. Die Meldung nennt jetzt alle betroffenen Meldungs-Nummern und alle unterschiedlichen Fehlergründe — scheitert die eine Regel an einer falschen Chat-ID und die andere an einer Sperre von Telegram, siehst Du beides und handelst nicht nach dem falschen.
ℹ️ Zwei Arten sind ENTSCHEIDUNGEN, keine Lagemeldungen: „Warnung zur Freigabe" und „Neues Gerät angemeldet". Sie bleiben 14 Tage offen statt vier Stunden, stehen im Postfach unter „Wartet auf Dich" und zählen in den Zähler am Briefsymbol. Was dabei tatsächlich passiert und warum Du die Antworten dort nicht ändern kannst, steht weiter unten im Abschnitt „Aktionen und Entscheidungen".
ℹ️ „Rückbestätigung der Leitstelle fehlt" steht schon im Katalog, wird aber noch von nichts ausgelöst. Die Art ist vorbereitet und wartet auf ihren Auslöser — Du kannst sie also einstellen, bekommst aber vorerst keine solche Meldung.
ℹ️ „Alarmierung der Einheiten" geht ab Werk an die Administratoren, nicht an die Mannschaft — das überrascht, ist aber Absicht: Die Meldung sagt „der Alarm ist rausgegangen". Wer alarmiert wurde, hat den Hauptalarm bereits auf dem Gerät; bekäme er zusätzlich diese Meldung, piepte es zweimal für denselben Vorgang. Willst Du sie trotzdem breiter streuen, änderst Du einfach den Empfänger der Regel.
Sammelmeldung — der Stand der Rückmeldungen
Im Gruppen-Chat war das gemeinsame Lagebild ein Nebenprodukt: Jeder sah die Antworten der anderen. Stellt das ETB personengenau zu, fällt das weg — die Sammelmeldung ersetzt es.
So läuft sie ab:
- Auf einen Hauptalarm kommt die erste Rückmeldung — damit startet die Uhr. Es zählt jede Rückmeldung, egal ob aus der App, vom Sperrbildschirm oder aus dem Telegram-Chat.
- Nach 90 Sekunden geht eine Meldung mit dem Stand raus: wie viele „Komme", „Später" usw., namentlich wer zugesagt hat (mit seinem Zusatztext) und wie viele noch offen sind. Wer nicht kommt, wird nur gezählt, nicht aufgezählt. Im Betreff steht die Zahl der Zusagen — „5 kommen".
- Melden danach noch welche nach, folgt genau ein Nachtrag (Betreff „Nachtrag: 7 kommen") — und dann nichts mehr. Er geht frühestens fünf Minuten nach dem ersten Lagebild raus, auch wenn schon Sekunden danach jemand antwortet.
ℹ️ Was als Zusage zählt. Namentlich genannt und im Betreff gezählt werden die Antworten „Komme", „Komme sofort", „ESt", „Ja" und „dabei" — Groß- und Kleinschreibung egal. Hast Du Deine Antworten anders benannt („Rücke aus"), stehen sie zwar in der Aufstellung „3 × Rücke aus", zählen aber nicht in die Zahl im Betreff und erscheinen nicht in der Namensliste.
| Eigenschaft | Ab Werk |
|---|---|
| Auslöser | Nur der Hauptalarm. Für einen Heartbeat wäre sie sinnlos, für eine Freigabe-Anfrage störend |
| Empfänger | Löschgruppe IuK und Rolle Einsatzleiter |
| Dringlichkeit | leise — sie kommt mitten in der Lage und darf den Alarm nicht übertönen |
| Rückmeldungen | keine |
ℹ️ Antwortet niemand, kommt auch keine Sammelmeldung. Die Uhr startet mit der ersten Rückmeldung — ohne Antwort gibt es nichts zu berichten.
ℹ️ Sie geht an die Führung, nicht an alle. Die Mannschaft hat ihren Alarm bereits; eine zweite Meldung zur selben Lage wäre nur Lärm.
⚠️ Die Sammelmeldung nennt Klarnamen. Als Empfänger stehen Dir alle Kreise offen — Rolle, Einheit, einzelne Person, rechtebasiert oder dynamisch. Ausgenommen sind nur die Rollen Gast und Einsatzkraft; sie stehen gar nicht erst zur Wahl.
Der eigentliche Riegel greift beim Versand: Das ETB schlägt für jeden Empfänger seine heutige Rolle nach und überspringt, wer keine Klarnamen bekommen darf — auch dann, wenn er über eine Löschgruppe hineingeraten ist. Ein Gast in der IuK bekommt die Namensliste also nicht, egal wie der Empfängerkreis geschrieben ist.
Läuft Deine Wehr auf Telegram, verlassen diese Namen trotzdem die Instanz: Sie landen im Gruppen-Chat, wo auch mitliest, wer kein ETB-Konto hat. Siehe Web Push → Sicherheit.
ℹ️ Verschickt wird sie beim Eintreffen einer Rückmeldung oder vom Cron-Lauf — je nachdem, wer zuerst kommt. Läuft der Cron nicht und antwortet nach der letzten Rückmeldung niemand mehr, bleibt sie liegen.
ℹ️ Rückmeldungen aus dem Telegram-Chat zählen mit — sonst stünde bei einer Wehr, die auf Telegram läuft, in ihrer eigenen Sammelmeldung dauerhaft „noch niemand". Sie sind in der Namensliste aber als solche gekennzeichnet: „Alex M. (aus dem Chat)". Der Grund ist der Name — im Chat trägt ihn jeder selbst ein, es ist kein ETB-Klarname. Wer namentlich verlässlich zurückmelden soll, braucht Web Push oder das Postfach in der App.
ℹ️ Dasselbe Lagebild steht auch unter der Meldung selbst. Im Postfach sieht jeder, wer sonst geantwortet hat — aber nur mit dem Recht „Rückmeldungen anderer sehen" (
mitteilung.rueckmeldungen, ab Werk Administrator, Einsatzleiter und Lage). Ohne das Recht gibt es nur die Anzahl der Zusagen, und an Gast und Einsatzkraft gehen auch damit keine Klarnamen.ℹ️ Erreicht die Sammelmeldung niemanden, versucht es das ETB erneut. Ging der Versand vollständig schief (Telegram antwortet mit einem Fehler, kein Empfänger hat ein Gerät), gilt sie nicht als erledigt — sonst wäre das Lagebild der Führung durch eine einzige unglückliche Rückmeldung stillgelegt. Im Log-Dashboard steht dann „Sammelmeldung nicht zugestellt".
ℹ️ Der Nachtrag hat eine Sperrfrist von fünf Minuten. Es gibt genau einen, und er wird frühestens fünf Minuten nach dem ersten Lagebild fällig. Ohne diese Frist verbrennt ihn die erste Antwort nach dem Versand: Der Nachtrag ginge dann rund 90 Sekunden später fast leer raus, und jeder echte Spätzünder danach erreichte die Führung nie mehr. Fünf Minuten sind die Zeit, in der jemand realistisch noch ins Auto steigt.
ℹ️ Das 90-Sekunden-Fenster ist die Voreinstellung (erlaubt sind 30 bis 300 Sekunden). Eine Oberfläche dafür gibt es nicht — der Wert lässt sich nur direkt in den gespeicherten Einstellungen ändern (
meldung_sammel_fenster). Die Sperrfrist des Nachtrags ist davon unabhängig und fest.
Freie Nachricht
Die Art „Freie Nachricht" gehört zur Seite Nachricht. Dort wählt der Absender den Empfängerkreis für genau diese eine Nachricht, und die Auswahl ist Pflicht — der Empfänger im Katalog ist nur der Rückfall und greift praktisch nie. Texte und Dringlichkeit stellst Du dagegen wie bei jeder anderen Art hier ein.
ℹ️ Die gewählte Auswahl ersetzt den Katalog-Empfänger, sie ergänzt ihn nicht — eine Nachricht geht nie zusätzlich an die IuK, nur weil sie dort hinterlegt ist. Erlaubt sind ausschließlich feste Löschgruppen und Rollen; ein rechtebasierter oder dynamischer Ausdruck wird abgewiesen, und die Nachricht geht dann gar nicht raus.
Aktionen und Entscheidungen
Manche Meldungen sind nicht nur eine Nachricht, sondern tragen eine Handlung: die Freigabe eines neu angemeldeten Geräts, die Entscheidung über eine Bevölkerungswarnung, der Sprung in den Schema-Check. Bisher sah man im Katalog nur seine Vorlage — nicht, was der Empfänger damit anfangen kann. Über der Regelliste steht deshalb jetzt, welchen Knopf die Meldung im Postfach trägt, wohin er führt und welches Recht ihn überhaupt sichtbar macht.
| Meldungsart | Knopf | Führt nach | Sichtbar mit |
|---|---|---|---|
| Schema-Check-Hinweis | Schema-Check öffnen | Schema-Check | admin.config |
| Neues Gerät angemeldet | Geräte verwalten | Web Push | admin.config |
| Zustellung fehlgeschlagen | Zustellprotokoll ansehen | Einstiegsseite dieses Bereichs | admin.config |
| Warnung zur Freigabe | Warnung ansehen und entscheiden | Bevölkerungswarnung | mowas.release |
Der Hinweis steht einmal je Meldungsart, nicht je Regel — der Knopf hängt an der Art. Er ist eine Anzeige, kein Eingabefeld: Ziel und Recht stehen im Programm, nicht im Katalog.
ℹ️ Der Knopf erscheint nur bei Empfängern mit dem passenden Recht — eine Schaltfläche, die in ein „403 Forbidden" führt, ist schlimmer als keine. Wer das Recht nicht hat, sieht die Meldung trotzdem, nur ohne Knopf. Vergeben wird es im Rollen-Editor, nachzulesen in der Permission-Matrix.
Zwei Bauformen — und der Unterschied ist wichtig
Bei den beiden Entscheidungen („Neues Gerät angemeldet", „Warnung zur Freigabe") zeigt der Regel-Editor statt der Rückmeldungen den Block „Entscheidung":
- Knöpfe in der Meldung — bei „Neues Gerät angemeldet". Dort stehen
Freigeben und Abmelden als gestrichelte Marken. Ein Tipp darauf im
Postfach gibt das Gerät wirklich frei bzw. entfernt es. Das darf nur, wer
admin.confighat; geprüft wird beim Drücken, nicht beim Anzeigen. - Entschieden wird auf der Seite dahinter — bei „Warnung zur Freigabe". Diese Art hat bewusst keine Knöpfe: Eine Bevölkerungswarnung gibt man nicht aus einer Liste heraus frei, ohne sie gelesen zu haben — der Betreff sagt nichts über Text, Warnstufe und Radius. Die Meldung trägt nur den Weg dorthin; das Vier-Augen-Prinzip greift auf der Warnung selbst.
⚠️ Die Entscheidungs-Knöpfe lassen sich nicht ändern. Sie sind Programm-Logik, kein Rückmeldungs-Katalog: Das ETB vergleicht die Wörter „Freigeben" und „Abmelden" wörtlich — nur genau darauf hin passiert etwas, alles andere wäre ein Knopf ohne Wirkung. Solange sie wie normale Rückmeldungen im Editor standen, sahen sie dort wie eine Altlast aus: Wer aufräumte und sie abwählte, legte die Geräte-Freigabe still, ohne es zu merken — die Meldung kam weiter, nur ohne Knopf, und niemand konnte das Gerät noch aus dem Postfach freigeben. Deshalb sind die Werte jetzt fest, und jede Regel dieser Art bekommt sie — auch eine neu angelegte.
ℹ️ Auf einer Bestandsinstallation stellt der Schema-Check sie wieder her. Wo jemand die Werte früher abgewählt hat, steht in der Datenbank weiter nichts — und das Postfach liest die Datenbank, nicht das Programm. Der Lauf trägt sie nach, bei jedem Durchgang. Eigene Eingaben gehen dabei nicht verloren: An diesen beiden Arten gibt es keine, die zu schützen wären.
Regeln
Eine Regel bestimmt drei Dinge: wer die Meldung bekommt, welchen Text sie enthält und welche Rückmeldungen möglich sind.
Damit bekommt die Führungsstelle eine andere Nachricht als eine Löschgruppe — „ELW raus" und „LG" ergeben für eine Löschgruppe schließlich keinen Sinn.
Die Reihenfolge entscheidet. Pro Person greift die erste passende Regel. Wer in der IuK ist, bekommt die IuK-Regel und nicht zusätzlich die allgemeine. Speziellere Regeln gehören deshalb nach oben (kleinere Zahl im Feld „Vorrang"), die allgemeine ans Ende.
Ab Werk hat der Hauptalarm zwei Regeln: „Führungsstelle / IuK" mit dem vollen Antwortsatz, danach „Alarmierte Löschgruppen" mit dem kürzeren.
Die letzte Regel einer Art lässt sich nicht löschen — sonst verschickte die Meldungsart stillschweigend nichts mehr. Zum Abschalten gibt es den Aktiv-Schalter.
Empfänger zusammenstellen
Bei jeder Regel stellst Du die Empfänger aus Bausteinen zusammen. Unter der Liste wählst Du die Art und dann den konkreten Empfänger, Hinzufügen setzt ihn dazu. Das ✕ am Baustein nimmt ihn wieder weg.
| Art | Beispiel |
|---|---|
| Rolle | alle Einsatzleiter |
| Löschgruppe | alle Mitglieder der IuK |
| Einzelne Person | genau diese eine Person |
| Alle mit dem Recht | wer Bevölkerungswarnungen freigeben darf |
| Aus dem Vorgang | die im Alarm genannten Löschgruppen; wer den Vorgang anstieß; alle, die diese Meldung bekommen haben |
Beliebig viele nebeneinander. Niemand bekommt die Meldung doppelt — überschneiden sich zwei Bausteine, wird jeder Empfänger einmal bedient.
⚠️ Ein Baustein mit Warnzeichen erreicht niemanden. So sieht ein Empfänger aus, den es nicht mehr gibt: eine gelöschte Löschgruppe, ein entferntes Konto. Der Ausdruck ist formal in Ordnung — er läuft nur ins Leere. Genau das konnte man vorher nicht sehen.
ℹ️ Bei der Sammelmeldung stehen nur Rolle und Löschgruppe zur Wahl. Sie überträgt Klarnamen; die Begründung steht weiter unten.
ℹ️ „Als Text bearbeiten" zeigt den zugrundeliegenden Ausdruck. Den brauchst Du normalerweise nicht — aber er ist das, was gespeichert wird, und wer einen Ausdruck aus einer anderen Installation übernimmt, fügt ihn hier ein.
Empfänger-Ausdrücke
(Für den Textweg — normalerweise brauchst Du die Tabelle nicht.)
| Ausdruck | Bedeutung |
|---|---|
statisch:rolle:admin |
alle Träger dieser Rolle |
statisch:loeschgruppe:IuK |
alle Mitglieder dieser Löschgruppe |
statisch:user:michael |
genau diese Person (Benutzername) |
dynamisch:loeschgruppe |
die im Alarm genannten Löschgruppen |
dynamisch:einreicher |
wer den Vorgang angestoßen hat |
recht:mowas.release |
wer dieses Recht hat |
Mehrere Angaben verkettest Du mit |.
⚠️ Der Ausdruck wird jetzt beim Speichern geprüft. Früher ging jede Schreibweise durch, und ein unbekannter Teil wurde beim Verschicken stillschweigend weggelassen — der Empfängerkreis war dann kleiner als gedacht, ohne dass es irgendwo aufgefallen wäre. Ein Tippfehler wie
statsch:rolle:adminwird deshalb nun abgewiesen:„Mindestens ein Teil des Ausdrucks ist unbekannt und würde stillschweigend ignoriert."
Das kann eine bestehende, fehlerhafte Einstellung sichtbar machen: Beim nächsten Speichern derselben Regel meckert das ETB. Dann ist nicht Deine Änderung schuld — der Ausdruck war schon vorher unbrauchbar. Schreibweise korrigieren, speichern, fertig. Die abgelehnte Eingabe bleibt im Feld stehen — Du korrigierst das eine falsche Zeichen, statt alles neu zu tippen.
⚠️ Für Arten, die Klarnamen übertragen — derzeit die Sammelmeldung — sind nur
statisch:loeschgruppe:…undstatisch:rolle:…erlaubt.recht:…unddynamisch:…weist das ETB dort ab; ein zu weit gefasster Kreis legte sonst die Personallage der Wehr offen. Ebenfalls abgewiesen werden die Rollen Gast (Leute außerhalb der Wehr — Presse, Verwaltung, Besuch) und Einsatzkraft (sie braucht die Personallage nicht, sie bekommt ihren eigenen Alarm) — egal, wie Du sie schreibst.
Kurznachrichten — was die Empfänger einander melden können
Hier legst Du fest, welche Lagemeldungen ein Empfänger dieser Meldung mit
einem Tipp an die anderen Empfänger schicken kann. Typisch:
ELW raus, Abbruch.
Der Fall dahinter: Der Alarm ist raus, die Mannschaft hat zurückgemeldet — dann fährt der ELW ab. Alle, die zugesagt haben, müssen das wissen, sonst fahren sie zum Gerätehaus statt zur Einsatzstelle. Oder der Einsatz wird abgebrochen, während die Hälfte schon unterwegs ist.
ℹ️ Das ist keine Rückmeldung. Eine Rückmeldung beantwortet kommst Du?, geht an die Führung und zählt in einer Kachel auf Rückmeldungen. Eine Kurznachricht sagt etwas über die Lage, geht an den Kreis und zählt nirgends. Bis Version 4.9 standen „ELW raus" und „Abbruch" bei den Rückmeldungen — dort verfälschten sie genau die Zahl, auf die die Einsatzleitung schaut.
Ab Werk ist das Feld leer: Was Deine Wehr einander melden können soll, weiß nur Deine Wehr. Komma-getrennt, höchstens 40 Zeichen je Eintrag.
ℹ️ Wer darf das? Jeder, der die Meldung bekommen hat — auch die Rolle Einsatzkraft, die sich nicht anmelden kann und die Knöpfe über die Benachrichtigung erreicht. Ein eigenes Recht gibt es bewusst nicht: Wer den Alarm bekam, gehört zum Kreis, und ein Recht darauf hätte die Einsatzkraft im Auto gerade nicht.
⚠️ Der Knopf bleibt aktiv. „ELW raus" kann einmal nötig sein, „Abbruch" danach auch. Deshalb fragt das ETB vorher zurück — zurückholen lässt sich eine Lagemeldung nicht. Zwischen zwei Meldungen liegen mindestens 20 Sekunden.
Kurz- und Langfassung
Jede Regel hat zwei Texte:
- Die Kurzfassung erscheint als Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm. Dort gehören keine Personendaten hinein — ein liegengelassenes Handy zeigt sie sonst jedem. Ab Werk steht dort Stichwort und Ortsteil, aber keine Straße und kein Melder.
- Die Langfassung sieht nur, wer die App öffnet oder den Telegram-Chat liest. Dort steht der vollständige Text.
Bleibt ein Feld leer, verwendet das System den Text, den der Auslöser mitgibt — bei der Kurzfassung ist das der Betreff. Welche Platzhalter zur Verfügung stehen, steht rechts neben dem Textfeld — sie unterscheiden sich je Meldungsart.
Drei Platzhalter gibt es überall
| Platzhalter | Was drinsteht |
|---|---|
{zeit} |
Zeitpunkt der Meldung, z. B. 28.08.2026 14:35 |
{einsatz} |
Nummer, Stichwort und Ortsteil des zugehörigen Einsatzes |
{wehr} |
Name der Wehr aus den Stammdaten |
ℹ️
{einsatz}bleibt leer, wenn die Meldung an keinem Einsatz hängt — etwa bei einer Systemmeldung. Ein Platzhalter, der wörtlich als{einsatz}in einer Alarmmeldung stünde, sähe aus wie ein kaputtes Programm; und genau dann soll niemand über die Software nachdenken müssen.ℹ️ Benutzt eine Meldungsart einen dieser Namen selbst, gewinnt ihre Bedeutung. Derzeit tut das keine.
ℹ️ Jede Regel startet mit einer Vorlage, nicht nur die erste. Früher bekam nur die oberste Regel einer Art den Standardtext; bei jeder weiteren blieben beide Felder leer. Das funktionierte — der Text kam dann vom Auslöser —, sah im Katalog aber aus, als sei nichts eingerichtet, und die Vorschau blieb blank. Jetzt steht in jeder Regel derselbe Starttext: Der Unterschied zwischen IuK und Löschgruppe liegt in den Rückmeldungen, nicht im Wortlaut. Willst Du ihn je Regel anders, änderst Du ihn — und siehst dabei, was vorher drinstand.
⚠️ Leerst Du eine Kurzfassung bewusst, damit auf dem Sperrbildschirm nur der Betreff steht, bleibt das so: Der Schema-Check trägt Standardtexte nur einmalig in leere Felder nach und fasst sie danach nie wieder an.
Die Vorschau
Unter beiden Feldern steht seit Version 4.9 eine Live-Vorschau mit Beispieldaten. Sie zeigt den fertigen Satz, nicht die Platzhalter — bei einer Nachricht, die im Ernstfall auf einem Sperrbildschirm landet, ist das die falsche Stelle zum Raten. Gespeichert wird dabei nichts.
Zwei Flächen, weil es zwei Orte gibt:
| Feld | Vorschau zeigt |
|---|---|
| Kurzfassung | Wie es auf dem Sperrbildschirm aussieht, mit Zeichenzähler |
| Langfassung | Wie es im Postfach und in Telegram aussieht — seit Version 4.9 identisch |
ℹ️ Beispielwerte gibt es für jede Meldungsart. Anfangs kannte die Vorschau nur die Platzhalter der Alarm- und Rückmeldungs-Arten; bei Tagesstatus, Reset, Selbsttest oder Schema-Hinweis blieben einzelne Stellen leer, und der fertige Satz sah kaputt aus, obwohl die Vorlage stimmte. Jetzt füllt jede Art ihre eigenen Werte — auch dort, wo derselbe Platzhaltername je Art etwas anderes meint (
{stand}ist in der Sammelmeldung der Rückmeldungs-Stand, sonst ein Zeitstempel).
Auszeichnung (fett, kursiv, Links)
In der Langfassung darfst Du auszeichnen:
<b>fett</b> · <i>kursiv</i> · <u>unterstrichen</u> · <s>durchgestrichen</s> ·
<code>Schreibmaschine</code> · <pre>Block</pre> · <blockquote>Zitat</blockquote> ·
<a href="https://…">Link</a>
Das wirkt in Telegram und im Postfach gleichermaßen — deshalb genügt eine
Vorlage für beides. Alles andere (etwa <script> oder ein onclick) bleibt
als sichtbarer Text stehen und tut nichts.
⚠️ Auf dem Sperrbildschirm gibt es kein HTML. Dort zeichnet das Betriebssystem die Benachrichtigung, nicht das ETB — ein
<b>stünde wörtlich da. Die Kurzfassung wird deshalb vor dem Versand zu reinem Text: Auszeichnung fällt weg, und ein Stichwort mit&erscheint als&und nicht als&. Das fällt kaum ins Gewicht: Über Web Push geht ohnehin nur die Kurzfassung raus, nie die Langfassung — die trägt Personendaten.
Dringlichkeit
Die Stufe entscheidet, wie die Meldung auf dem Gerät ankommt:
| Stufe | Auf dem Sperrbildschirm |
|---|---|
| laut | Ton, ein eigenes Vibrationsmuster, und die Benachrichtigung bleibt liegen, bis sie jemand wegwischt |
| normal | Ton wie jede andere Meldung |
| leise | Erscheint, macht aber keinen Ton und vibriert nicht |
„laut" tragen genau zwei Arten: der Hauptalarm und „Einheit nachalarmiert". Beide holen Leute aus dem Bett — der Nachalarm genauso wie der erste. Alles andere ist leiser eingestuft: Piept die App zu oft, wird sie stummgeschaltet, und dann geht der Alarm mit unter. Das ist bei einem Alarmierungssystem kein Komfortthema.
ℹ️ Einen eigenen Klingelton je Meldungsart gibt es nicht. Den Ton bestimmt der Benachrichtigungskanal des Geräts, und den legt auf Android der Browser an, nicht das ETB. Alarm und Systemmeldung teilen sich also denselben Ton — ob überhaupt einer erklingt, entscheidet die Stufe hier. Wie Du diesen einen Ton auswählst, steht unter Gerät einrichten, Schritt 8.
Telegram — welcher Chat für welche Gruppe
Telegram kennt nur Chats, keine Personen. Auf dieser Seite legst Du fest, welcher Chat für welche Empfängergruppe steht — je Löschgruppe, je Rolle oder je Person. Eingetragen wird die Chat-ID (Gruppen-IDs sind negativ, siehe Telegram).
Eine Person erreichen
Meldungen, die an eine bestimmte Person gehen — etwa eine Freigabe-Anfrage an einen Einsatzleiter oder ein Probealarm —, konnte Telegram früher gar nicht zustellen; sie blieben nur im ETB sichtbar. Mit dem Ziel-Typ Person funktioniert das jetzt. Du hast dabei zwei Möglichkeiten, und der Unterschied ist wichtig:
| Was Du einträgst | Was passiert |
|---|---|
| Privater Chat mit dem Bot (positive ID) | Echte persönliche Zustellung, niemand liest mit. Die Person muss den Bot dafür einmal selbst anschreiben (/start) — vorher darf er ihr nicht schreiben, das ist eine Regel von Telegram. |
Gruppen-Chat-ID (beginnt mit -) |
Funktioniert sofort und ohne Mitwirkung. Aber die Meldung landet bei allen in der Gruppe, auch bei Mitlesern ohne ETB-Konto. |
Trägst Du eine Gruppen-ID ein, sagt Dir das ETB das beim Speichern, und solche Zustellungen erscheinen im Protokoll als „eingeschränkt" statt als sauberer Erfolg. Das ist Absicht: Nur so lässt sich später erkennen, wo die Umstellung noch nicht durch ist.
ℹ️ Für Personen gibt es kein „alle übrigen". Bei Löschgruppen ist so ein Sammeleintrag praktisch; bei Personen hieße er, dass jede persönliche Meldung im selben Chat landet — und das wäre nirgends als Entscheidung sichtbar. Trag Personen einzeln ein.
Auf derselben Seite erreichst Du auch Webhook-Status, Selbsttest und die alten Telegram-Vorlagen.
ℹ️ Wie die Antworten zurückkommen, stellst Du unter Webhook-Status ein — entweder per Webhook (Telegram stellt zu) oder per Abholen (der Cron fragt nach). Der zweite Weg ist der für Instanzen ohne HTTPS oder mit einem Webserver, der den Aufruf von außen nicht durchlässt.
Die Liste „Was gerade greift" zeigt jede Zuordnung mit ihrer Herkunft:
| Herkunft | Bedeutung |
|---|---|
| hier gepflegt | Von Dir auf dieser Seite eingetragen |
| aus der Konfiguration | Die Chat-IDs aus der .env — der Bestand von vor der Umstellung |
Beides funktioniert. Du kannst die Konfigurationswerte nach und nach durch
eigene Zuordnungen ersetzen; eine hier gepflegte Zeile gewinnt —
eintragsweise, nicht als Ganzes. Für alles, was Du nicht anfasst, greifen
die .env-Werte weiter:
.env-Wert |
wirkt als Zuordnung für |
|---|---|
TELEGRAM_CHAT_ALARMPUSH |
Löschgruppe „Alle übrigen" |
TELEGRAM_CHAT_IUK |
Löschgruppe IuK |
TELEGRAM_CHAT_DEBUG |
Rolle Administrator |
Der Eintrag „Alle übrigen" deckt mit einer Zeile ab, was nicht einzeln gepflegt ist — sieben Löschgruppen brauchen so keine sieben Einträge.
⚠️ Diese Liste entscheidet auch über den Rückweg. Eine Rückmeldung nimmt das ETB nur aus einem Chat an, in den es selbst sendet — also aus genau den Chat-IDs, die hier unter „Was gerade greift" stehen. Alles andere wird verworfen und protokolliert; ein privater Dialog mit dem Bot zählt nicht. Praktisch heißt das: Ist einer Löschgruppe oder Rolle kein Chat zugeordnet, kommen von dort auch keine Rückmeldungen mehr — selbst wenn der Bot in diesem Chat sitzt. Wer den Rückkanal für eine Gruppe will, trägt sie hier ein.
Der Grund: Das Webhook-Secret beweist nur, dass Telegram den Aufruf geschickt hat — nicht, wer dort geschrieben hat. Ohne diese Prüfung genügte eine Direktnachricht an den Bot, um eine Zusage ins Lagebild der Führung zu setzen.
ℹ️ Groß- und Kleinschreibung ist egal. Heißt die Löschgruppe im Katalog „IuK" und intern „iuk", findet die Zuordnung sie trotzdem.
ℹ️ Personengenaue Meldungen kann Telegram nicht zustellen. Eine Freigabe-Anfrage richtet sich an bestimmte Personen — Telegram kennt aber nur Chats. Solche Meldungen gehen deshalb gar nicht in einen Chat, sondern stehen nur unter Meldungen für die Betroffenen. Im Protokoll heißt das „nur im ETB sichtbar". Das ist keine Panne und löst auch keine Warnung aus, sondern ist die Eigenschaft des Kanals — Web Push liefert dieselbe Meldung direkt an die Person aus.
Betroffen sind die Freigabe-Kette (Anfrage, Erteilt, Abgelehnt) und das Rollen-Angebot. Alarme sind es nicht — die gehen an Löschgruppen und damit an Chats.
⚠️ ENTSCHEIDUNGEN gehen grundsätzlich nicht über Telegram — auch dann nicht, wenn ihr Empfängerkreis eine Rolle oder Löschgruppe ist. Betroffen sind die Freigabe einer Bevölkerungswarnung und die Freigabe eines neu angemeldeten Geräts. Der Grund ist nicht der Kreis, sondern der Weg: Telegram stellt an Chats zu, und dort könnte jeder Mitleser die Freigabe erteilen — das ETB wüsste nicht einmal, wer.
Die Meldung entsteht trotzdem und steht im Postfach der Berechtigten, samt Knöpfen; nur der Weg nach draußen ist gesperrt. Im Protokoll erscheint sie als „nur im ETB sichtbar" — kein Fehler, keine Eskalation. Unter Web Push kommt sie ganz normal auf dem Gerät an.
Nach einem Update
Der Bereich braucht eigene Tabellen. Erscheint der Hinweis, dass die
Meldungen noch nicht eingerichtet sind, einmalig
Schema-Check → „Reparieren" ausführen. Er legt die
Tabellen an — inklusive der beiden für Web Push
(push_abos, push_einladungen) —, spielt den Meldungskatalog ein und
ergänzt die Rolle Einsatzkraft. Bis dahin läuft das ETB normal weiter,
nur der Bus protokolliert nichts.
⚠️ Auch der Rückkanal braucht einen Lauf. Er ergänzt sieben Spalten und trägt die beiden neuen Meldungsarten Sammelmeldung und Freie Nachricht nach. Solange er fehlt, lassen sich Rückmeldungen aus der App und vom Sperrbildschirm nicht speichern, es gibt keine Sammelmeldung und keine freie Nachricht — Alarmierung und Telegram-Rückmeldungen laufen weiter. Bereits gepflegte Regeln und Texte bleiben unangetastet.
⚠️ Postfach und Profil bringen zwei weitere Spalten und ein neues Recht mit. Der Lauf ergänzt
push_abos.freigegeben_at(Geräte-Freigabe) undpush_abos.letzter_empfang(Empfangsnachweis) und trägt das Recht „Rückmeldungen anderer sehen" (mitteilung.rueckmeldungen) für alle Rollen nach, die schon „Nachricht verschicken" haben. Außerdem gelten bereits angemeldete Geräte einmalig als freigegeben — sonst wäre nach dem Update die ganze Wehr stumm. Bis der Lauf durch ist, stellt das ETB weiter an alle Geräte zu (ausdrücklicher Rückfall), aber die Freigabe wirkt nicht und die Bereitschaftsanzeige bleibt leer. Details: Web Push und Permission-Matrix.⚠️ Die Erprobung bringt eine weitere Spalte mit (
users.meldung_kanal— der Zustellweg je Person). Führe den Schema-Check aus. Fehlt die Spalte, verhält sich alles wie bisher: Der Weg der Wehr gilt für alle, die Ausnahmeliste bleibt leer. Setzt Du in der Benutzerverwaltung trotzdem eine Zustellung, meldet die Seite das als Fehler, statt Erfolg zu bestätigen — sonst hieltest Du eine Erprobung für scharf, die gar nicht läuft.⚠️ Derselbe Lauf richtet die Texte und die Entscheidungs-Knöpfe. Er trägt fehlende Kurz- und Langfassungen in Regeln nach, bei denen das Feld leer geblieben war — betroffen waren unter anderem beide Regeln des Hauptalarms, deren Benachrichtigung dadurch nur den Betreff zeigte. Angefasst wird nur eine leere Zelle: Eigene Texte bleiben, und hat eine Schwester-Regel derselben Art bereits eine angepasste Fassung, gewinnt die und nicht der Standard aus dem Programm. Außerdem stellt der Lauf die Antworten „Freigeben"/„Abmelden" an „Neues Gerät angemeldet" wieder her, falls sie jemand entfernt hatte — sonst bliebe die Geräte-Freigabe im Postfach ohne Knopf.
ℹ️ Erst danach die Zuordnungen prüfen. Solange nichts gepflegt ist, greifen die Chat-IDs aus der
.env— Deine Wehr alarmiert also genau wie vorher. Der Umbau auf eigene Zuordnungen kann in Ruhe folgen.