Admin · Konfiguration

Web Push

Unter Administration → Meldungen → Web Push richtest Du den eigenen Zustellweg ein: Alarme und Meldungen gehen dann direkt an die Geräte Deiner Leute, ohne Umweg über einen fremden Messenger. Du brauchst dafür das Recht admin.config.

Der Unterschied zu Telegram ist grundsätzlich: Telegram kennt nur Chats, Web Push kennt Personen. Eine Meldung, die nur einen bestimmten Menschen angeht (Freigabe-Anfrage, Rollen-Angebot), kann damit erstmals wirklich zugestellt werden — statt nur im Postfach zu stehen.

ℹ️ Was der Push-Dienst sieht. Die Nachricht wird auf dem Server verschlüsselt und erst im Gerät wieder geöffnet. Google, Apple oder Mozilla sehen nur einen unlesbaren Datenblock und die Adresse des Geräts — keine Einsatzdaten, keine Namen, keine Adressen. Mit diesem Zustellweg verlässt also kein Einsatzinhalt mehr die eigene Instanz.

Anleitung zum Verteilen

Die Karte Anleitung zum Verteilen öffnet einen Handzettel zum Ausdrucken: je ein Blatt für Android und iPhone, dazu ein Blatt zum Nachschlagen, wenn es nicht klingelt.

Der Zettel trägt die Adresse Deiner eigenen Instanz — ein Handzettel, auf dem „gib die Adresse Deiner Wehr ein" steht, ist genau dort nutzlos, wo er gebraucht wird. Über Drucken → Als PDF sichern wird daraus eine Datei zum Weitergeben.

ℹ️ Der Zettel warnt selbst, wenn etwas fehlt. Läuft die Wehr noch auf Telegram oder ist die Adresse nicht verschlüsselt, steht das oben auf dem Blatt — beides führt dazu, dass die Einrichtung am Ende lautlos scheitert.

ℹ️ Dieselben Schritte stehen als Kapitel im Handbuch unter Gerät einrichten — praktisch, wenn jemand am Telefon nachfragt.

Geräteverwaltung — eine eigene Seite

Seit Version 4.9 stehen die drei Listen, die von Personen handeln, auf einer eigenen Unterseite. Der Knopf Geräteverwaltung führt dorthin, die Brotkrume wieder zurück.

Dort findest Du:

  • Eingerichtete Geräte — wer womit erreichbar ist, mit Probealarm je Gerät
  • Ohne Gerät — wer über Web Push gar nicht alarmierbar ist
  • Angemeldet bleiben — nach Person gebündelt und aufklappbar

ℹ️ Die Bereitschaft bleibt auf der Web-Push-Seite. Sie ist die Antwort auf die Frage „wer ist erreichbar"; die Listen drüben sind die Begründung.

⚠️ „Angemeldet bleiben" ist nicht dasselbe wie ein Gerät für Alarme. Hier geht es darum, wo jemand nicht jedes Mal sein Passwort tippen muss — oben darum, wohin ein Alarm zugestellt wird.

Was Du brauchst

Voraussetzung Warum
HTTPS — die Instanz muss unter https:// erreichbar sein Ohne verschlüsselte Verbindung sperren alle Browser die Benachrichtigungen. Das ist keine Einstellung im ETB, sondern eine Frage der Server-Einrichtung
Ausgehende Verbindungen vom Server ins Netz Der Server übergibt jede Meldung an den Push-Dienst des Geräts
Ein Benutzerkonto je Person — auch für reine Empfänger Web Push adressiert Personen. Wer kein Konto hat, ist nicht adressierbar (dafür gibt es die Rolle Einsatzkraft, siehe Rollen)
Ein eingerichtetes Gerät je Person Die Erlaubnis für Benachrichtigungen erteilt der Browser — sie muss auf dem Gerät selbst gegeben werden

⚠️ Läuft Deine Instanz nur über http://, funktioniert Web Push nicht — auf keinem Gerät, in keinem Browser. Die Einrichtung sagt das im Klartext, statt den Knopf wirkungslos anzubieten. Lass zuerst ein Zertifikat einrichten.

⚠️ Auf iPhone und iPad gibt es Benachrichtigungen nur in der installierten App. Die Seite muss über Teilen → „Zum Home-Bildschirm" abgelegt und von dort geöffnet werden; im Safari-Tab bleibt der Knopf gesperrt. Siehe ETB auf Smartphone & Tablet.

In vier Schritten (die ersten drei sind auf der Seite nummeriert)

Die Seite ist in der Reihenfolge aufgebaut, in der Du vorgehst: ohne Schlüssel kein Gerät, ohne Gerät keine Umstellung.

1. Schlüssel der Instanz

Ein Klick auf „Schlüssel jetzt erzeugen" legt das Schlüsselpaar Deiner Installation an. Ab da lassen sich Geräte einrichten.

⚠️ Diesen Schlüssel nie neu erzeugen. Sein öffentlicher Teil steckt in jedem bereits eingerichteten Gerät. Wird er getauscht, sind schlagartig alle Geräte unerreichbar — und zwar ohne dass irgendwo ein Fehler erscheint. Jede Person müsste ihr Gerät neu einrichten. Deshalb gibt es auf der Seite bewusst keinen Knopf dafür: Er wird genau einmal erzeugt.

2. Kontakt für die Push-Dienste

Eine E-Mail-Adresse (mailto:wehrfuehrung@example.de) oder eine Seite (https://…). Google, Apple und Mozilla nutzen die Angabe, um sich bei Auffälligkeiten zu melden, statt den Absender wortlos zu sperren.

ℹ️ Die Angabe muss mit mailto: oder https:// beginnen — sonst nimmt die Seite sie nicht an.

ℹ️ Lässt Du das Feld leer, nimmt das ETB die Adresse Deiner Instanz aus dem Setup-Wizard — sofern sie dort mit https:// gepflegt ist. Ist auch die nicht gesetzt, geht nur ein Platzhalter hinaus; dann trag hier besser selbst etwas ein. Die Angabe stammt bewusst aus Deiner Konfiguration und nicht aus der gerade aufgerufenen Adresse: Sie reist mitsigniert zu allen Push-Diensten und soll deshalb nichts enthalten, was ein Aufrufer bestimmen kann.

3. Geräte einrichten

Es gibt zwei Wege, und welcher greift, hängt daran, ob sich die Person anmelden kann:

Wer Weg
Wer sich anmelden kann (Admin, Lage, Einsatzleiter, Dispo, Gast …) Richtet sich selbst ein: eigener Name im Menü → ProfilDieses Gerät anmelden
Rolle Einsatzkraft — kann sich bewusst nicht anmelden Bekommt vom Admin einen Einladungslink

ℹ️ Während einer Erprobung geht das auch, wenn die Wehr noch auf Telegram läuft. Wer eine Zustellung mit Web Push bekommen hat (Feld Zustellung unter Benutzer), sieht im Profil ganz normal die Geräte-Karte, die Frage auf der Einsatz-Übersicht und den Probealarm — sonst gäbe es nichts zu erproben: ohne Gerät kein Push. Maßgeblich ist der Weg dieser Person, nicht der der Wehr. Wie eine Erprobung startet, steht unter Meldungen im Abschnitt „Erprobung".

ℹ️ Von selbst gefragt wird auch. Wer sich anmeldet und dieses Gerät noch nicht angemeldet hat, bekommt auf der Einsatz-Übersicht einmal die Frage „Soll dieses Gerät Alarme bekommen?" — mit „Ja, anmelden" und „Nächste Woche wieder fragen". Auf iPhone und iPad steht dort stattdessen die Anleitung zum Home-Bildschirm. Wer dauerhaft Ruhe will, schaltet die Frage im Profil für dieses Gerät ab. Du musst dafür nichts einstellen.

Der Einladungslink — so gehst Du vor

  1. Unter Gerät einladen die Person auswählen und „Einladungslink erzeugen" klicken.
  2. Der Link erscheint oben auf der Seite in einem Kasten. Kopiere ihn sofort.
  3. Gib ihn der Person — am besten einzeln, nicht in eine Gruppe (siehe Warnung unten).
  4. Die Person öffnet den Link auf dem Gerät, das alarmiert werden soll, und zwar in Safari (iPhone/iPad) bzw. Chrome (Android) — nicht im eingebauten Browser von WhatsApp oder Telegram. Dort fehlt die Funktion, die für Schritt 5b nötig ist.
  5. Nur auf iPhone und iPad: Über „Teilen" → „Zum Home-Bildschirm" ein Symbol anlegen und die Seite von diesem Symbol aus erneut öffnen. Im normalen Safari-Tab sind Benachrichtigungen dort nicht möglich — das ist eine Vorgabe von Apple, keine Einstellung.
  6. Sie vergibt einen Gerätenamen („Handy von Anna") und tippt „Meldungen auf diesem Gerät erlauben".
  7. Der Browser fragt nach der Erlaubnis — erlauben. Danach steht das Gerät in Deiner Liste.

⚠️ Steht die Freigabepflicht auf „an", wartet auch dieses Gerät. Die Einsatzkraft sieht davon nichts — sie kann sich nicht anmelden. Gib es deshalb zügig frei (siehe unten) oder lass die Pflicht aus, solange Du Einladungslinks verteilst.

ℹ️ Zum Weitergeben — kopierfertig:

Hallo! Mit diesem Link bekommst Du unsere Alarme direkt aufs Handy, ohne Umweg über einen Messenger. Bitte öffne ihn in Safari (iPhone) oder Chrome (Android) — nicht direkt aus dieser Nachricht heraus, sonst funktioniert es nicht. Auf dem iPhone danach noch über „Teilen" → „Zum Home-Bildschirm" ein Symbol anlegen und die Seite von dort öffnen. Der Link gilt nur einmal und nur für Dich.

⚠️ Löscht jemand das Home-Bildschirm-Symbol wieder (oder die Website-Daten des Browsers), ist das Gerät still abgemeldet. In Deiner Liste steht es dann irgendwann als stumm. Das ist der Grund, die Liste gelegentlich anzuschauen.

⚠️ Der Link wird nur ein einziges Mal angezeigt. Verlässt Du die Seite, lässt er sich nicht wieder aufrufen — gespeichert ist nur seine Prüfsumme. Ist er weg, erzeugst Du einfach einen neuen.

⚠️ Bis er eingelöst ist, ist der Link so schutzbedürftig wie ein Passwort. Wer ihn zuerst öffnet, bekommt die Meldungen dieser Person auf sein eigenes Gerät — 14 Tage lang. Nach dem Einlösen ist er wertlos. Gib ihn deshalb gezielt weiter, nicht in eine Gruppe.

ℹ️ Ein Einladungslink ist keine Anmeldung. Er schaltet ausschließlich das Einrichten eines Geräts frei. Es entsteht keine Sitzung, und von der Seite führt kein Weg ins Einsatztagebuch — auch nicht für jemanden, der den Link abfängt.

Noch nicht eingelöste Einladungen stehen unter Offene Einladungen mit ihrem Ablaufdatum und lassen sich dort zurücknehmen. Abgelaufene verschwinden von selbst aus der Liste.

4. Auf Web Push umstellen

Umgestellt wird nicht hier, sondern unter Meldungen → Zustellweg.

⚠️ Das Umschalten ist scharf — es gilt danach genau ein Weg für alle. Ab dem Klick geht nichts mehr über Telegram raus. Wer bis dahin kein Gerät eingerichtet hat, bekommt keinen Alarm mehr und merkt es nicht.

ℹ️ Vorher üben: die Erprobung. Bevor Du für alle umlegst, kannst Du einzelnen Freiwilligen vorab Web Push geben — wahlweise zusätzlich zu Telegram, um zu sehen, ob der Push im Ernstfall wirklich weckt. Die übrige Wehr merkt davon nichts. Start, Ausnahmeliste und Ende stehen unter Meldungen im Abschnitt „Erprobung"; das Beenden der Erprobung ist zugleich das Umschalten für alle.

Das ETB sperrt nur die offensichtlichen Fälle: ohne Schlüssel und ohne ein freigegebenes Gerät lässt sich nicht umschalten. Ab einem freigegebenen Gerät ist der Wechsel erlaubt — ob das reicht, entscheidest Du.

⚠️ Angemeldet ist nicht freigegeben. Steht die Freigabe neuer Geräte auf „an", zählt die Bremse nur Geräte, die auch freigegeben sind — ein wartendes Gerät empfängt nichts. Vorher zählte sie jede Anmeldung mit; die Umstellung wäre also ausgerechnet dem vorsichtigeren Betreiber gelungen, und danach hätte der Alarm niemanden erreicht. Die Meldung heißt jetzt „Noch kein freigegebenes Gerät."

⚠️ Die wichtigste Zahl auf dieser Seite heißt „Ohne Gerät". Sie zählt die aktiven Benutzer, die kein Gerät eingerichtet haben. Solange dort die halbe Wehr steht, ist die Umstellung noch nicht dran.

⚠️ Wer kein ETB-Konto hat, ist nach der Umstellung nicht mehr erreichbar. Bei Telegram las die halbe Wehr im Gruppen-Chat mit, auch ohne eigenes Konto — Web Push kann das nicht. Jede Person, die alarmiert werden soll, braucht ein Konto (die Rolle Einsatzkraft genügt), eine Löschgruppe und ein eingerichtetes Gerät. Trifft eine Regel niemanden mehr, geht die Meldung still gar nicht raus — einen Ausweichkanal gibt es bewusst nicht.

ℹ️ Du kannst in Ruhe vorbereiten. Geräte lassen sich einrichten, bevor umgestellt wird — das Profil sagt das auch so. Erst umstellen, wenn genug Geräte stehen.

Freigabe neuer Geräte

Der Schalter „Freigabe neuer Geräte" entscheidet, ob ein frisch angemeldetes Gerät sofort alarmiert wird. Vorgabe: aus.

Zustand Was passiert, wenn sich jemand anmeldet
aus (Vorgabe) — „sofort erreichbar" Das Gerät bekommt ab sofort Alarme. Du bekommst trotzdem eine Meldung im Postfach — zur Kenntnis, nicht als Aufgabe
an — „Freigabe nötig" Das Gerät bleibt still, bis ein Administrator es freigibt

Der Knopf sagt, was passiert („Freigabepflicht einschalten" / „…abschalten"); daneben steht der aktuelle Zustand im Klartext.

ℹ️ Warum die Vorgabe „aus" ist: Wer sich anmelden kann, hat sich ausgewiesen. Ein neues Handy am Samstag würde sonst bis Montag nicht alarmiert — und eine Alarmierung, die auf einen Verwaltungsvorgang wartet, ist keine. Aufsicht bekommst Du in beiden Fällen, weil die Meldung „Neues Gerät: …" immer kommt; nur die Bremse ist abschaltbar.

Freigeben kannst Du auf zwei Wegen — beide führen zum selben Ergebnis:

  1. In der Meldung „Neues Gerät: …" im Postfach über die Knöpfe Freigeben bzw. Abmelden.
  2. Hier in der Geräte-Liste über den Knopf „Freigeben" an der Zeile.

⚠️ Der Postfach-Knopf darf nicht der einzige Weg sein. Wer die Meldung im Verlauf verliert oder erst nach 14 Tagen nachsieht, hätte sonst keinen mehr — deshalb steht der Knopf zusätzlich in der Liste.

ℹ️ Geräte der Rolle Einsatzkraft berührt das nicht anders als andere: Auch sie kommen über den Einladungslink in denselben Zustand — bei eingeschalteter Freigabepflicht warten sie ebenfalls. Weil die Einsatzkraft sich nicht anmelden kann, würde sie es nicht bemerken; lass die Pflicht also besser aus, wenn Du viele Einladungslinks verteilst.

⚠️ Das Freigeben aus dem Postfach heraus verlangt admin.config — das Recht wird beim Drücken erneut geprüft, nicht nur beim Anzeigen. Wer beim Erstellen der Meldung Administrator war und danach heruntergestuft wurde, kommt damit nicht mehr durch.

⚠️ Diese Entscheidung geht nie über Telegram raus. Telegram stellt an Chats zu — dort könnte jeder Mitleser ein fremdes Gerät freigeben. Die Meldung entsteht trotzdem und steht im Postfach; im Zustellprotokoll erscheint sie als „nur im ETB sichtbar". Das ist kein Fehler.

Bereitschaft — wer ist erreichbar?

Die vier Kacheln unter Bereitschaft beantworten die Frage, die sich sonst erst stellt, wenn die Rückmeldungen ausbleiben. Gezählt werden Personen, nicht Geräte: Wer drei Handys hat, ist einmal erreichbar — wer keines hat, fehlt.

Kachel Bedeutung Was zu tun ist
erreichbar Hat in den letzten 30 Tagen nachweislich etwas bekommen nichts
unbewiesen Gerät angemeldet, aber lange kein Empfang belegt Probealarm im Profil anstoßen lassen
stumm Der Push-Dienst hat alle Geräte dieser Person abgemeldet neu anmelden lassen
ohne Gerät Über Web Push gar nicht alarmierbar Gerät einrichten oder Einladungslink verteilen

Unter den Kacheln stehen die Namen der Personen ohne Gerät — das ist ein Wartungsauftrag, kein Zufallsfund.

ℹ️ Gezählt wird nur, was freigegeben ist. Ein frisches, aber noch nicht freigegebenes Gerät macht aus einer stummen Person keine „unbewiesene" — sonst trüge die Kachel genau die Fehlaussage, die sie verhindern soll.

ℹ️ Die Rolle Gast wird nicht mitgezählt — sie ist kein Einsatzmittel. Nicht aktive Konten ebenfalls nicht.

⚠️ „unbewiesen" heißt nicht „kaputt". Es heißt: Wir wissen es nicht. Lief bei Euch vier Wochen kein Alarm, stehen alle dort — dafür gibt es den Probealarm, den jede Person in ihrem Profil je Gerät selbst auslösen kann.

Die Geräte-Liste

Unter Eingerichtete Geräte steht je Zeile, wer erreichbar ist:

Anzeige Bedeutung
Gerätename Beim Einladungslink das, was die Person eingetippt hat; beim Anmelden im Profil vergibt das ETB grob den Gerätetyp („iPhone", „Android-Gerät"). Jede Person kann ihre Geräte dort selbst umbenennen — Du siehst denselben Namen
angekommen … Das Gerät selbst hat den Empfang bestätigt. Nur das trägt die Aussage, dass es klingelt
abgeschickt …, Empfang nicht belegt Der Push-Dienst hat die Meldung angenommen — ob sie ein Telefon je gezeigt hat, weiß niemand
noch nie erreicht Eingerichtet, aber es lief noch nichts darüber — bei frischer Einrichtung normal
wartet auf Freigabe Angemeldet, aber noch nicht freigegeben — es bekommt nichts. Daneben steht der Knopf „Freigeben"
stumm seit N Versuchen (roter Balken links) Fünf Fehlversuche in Folge. Das Gerät antwortet nicht mehr wie erwartet — nachfragen und neu einrichten lassen
Entfernen Nimmt das Gerät sofort aus der Zustellung

ℹ️ Der Unterschied zwischen „abgeschickt" und „angekommen" ist der Kern dieser Liste. Bisher hieß „zuletzt erreicht" nur, dass der Push-Dienst die Nachricht angenommen hat. Seit dem Rückmeldeweg meldet das Gerät den echten Empfang selbst zurück — und solange dieser Nachweis fehlt, sagt die Oberfläche das auch so, statt zu beruhigen.

ℹ️ Verschwundene Geräte räumt das ETB selbst ab. Meldet der Push-Dienst, dass es ein Abo nicht mehr gibt (App gelöscht, Browserdaten geleert), fällt die Zeile automatisch weg. Bei bloßen Netzfehlern passiert das nicht — ein Funkloch soll nicht die halbe Wehr abmelden.

⚠️ Ein Gerät gehört genau einer Person. Richtet sich am selben Browser ein Zweiter ein, wird das abgewiesen — mit der Meldung „Das Gerät konnte nicht gespeichert werden. Ist es bereits für jemand anderen eingerichtet?". Früher wanderte das Gerät dabei still zum Zweiten, und der Erste war ab sofort unalarmiert, ohne es zu merken. Am geteilten Fahrzeug-Tablet heißt das: Der bisherige Besitzer meldet sich erst über im Profil über „Abmelden" ab (oder Du entfernst die Zeile hier), dann kann der Nächste einrichten.

ℹ️ Tauscht der Push-Dienst die Adresse eines Geräts aus, erneuert sich die Zeile von selbst — das Gerät weist sich dabei mit einem Geheimnis aus, das nur es selbst hat. Du musst dafür nichts tun. Wichtig ist das vor allem für über einen Einladungslink eingerichtete Geräte (also die Rolle Einsatzkraft): Sie bekommen diesen Nachweis seit dem Rückkanal ebenfalls — vorher wären sie beim ersten Adresswechsel still herausgefallen, und niemand hätte es gemerkt.

ℹ️ Bei jeder Erneuerung wird dieses Geheimnis getauscht. Das Gerät bekommt ein neues und legt es sofort ab; das alte ist ab diesem Moment wertlos. Zu tun ist dafür nichts — es bedeutet nur, dass ein einmal abgeflossener Nachweis nicht dauerhaft ein Schlüssel bleibt, sondern spätestens mit dem nächsten Adresswechsel verfällt.

Was auf dem Gerät ankommt

  • Auf dem Sperrbildschirm steht die Kurzfassung der Meldung — Stichwort und Ortsteil. Meldername und Rufnummer stehen dort nie; die vollständige Fassung siehst Du erst nach dem Öffnen der App. Was in der Kurzfassung steht, legst Du je Regel unter Meldungen fest.
  • Ein Tipp auf die Benachrichtigung öffnet die Meldung im ETB. Ist die App schon offen, wird das vorhandene Fenster benutzt, statt ein zweites zu öffnen.
  • „Laut" sind der Hauptalarm und der Nachalarm: Diese Benachrichtigungen bleiben liegen, bis jemand sie wegtippt. Andere Meldungen verschwinden von selbst.
  • Eine neuere Meldung derselben Art ersetzt die liegende, statt den Sperrbildschirm zuzupflastern — der Ton kommt trotzdem erneut.
  • Sind für die Regel Rückmeldungen hinterlegt, erscheinen bis zu zwei davon als Knöpfe an der Benachrichtigung. Ein Tipp darauf speichert die Rückmeldung sofort — ohne die App zu öffnen und ohne Anmeldung; eine kurze zweite Benachrichtigung bestätigt sie.

ℹ️ Genau so meldet die Rolle Einsatzkraft zurück. Sie kann sich nicht anmelden — der Knopf an der Benachrichtigung ist für sie der einzige Weg. Möglich wird das über einen Ausweis, der in der verschlüsselten Nutzlast mitreist: Nur das Gerät, an das die Meldung ging, kann ihn lesen. Er gilt für genau diese eine Meldung, ist nach der Antwort verbraucht und verfällt nach vier Stunden. Ein Blick in die Datenbank hilft niemandem weiter — dort liegt nur seine Prüfsumme.

⚠️ Vom Sperrbildschirm geht es genau einmal. Wer sich umentscheidet, tut das im Postfach — dort bleiben die Knöpfe stehen. Meldet der Knopf „Rückmeldung fehlgeschlagen", ist der Ausweis verbraucht oder die vier Stunden sind um.

ℹ️ Ein deaktiviertes Konto kann nicht mehr zurückmelden — auch nicht über eine Benachrichtigung, die noch auf dem Gerät liegt. Setzt Du einen Benutzer unter Benutzer auf inaktiv, werden seine Antworten ab sofort abgewiesen.

ℹ️ Das ETB weckt kein ausgeschaltetes Gerät. Ist es aus oder ohne Netz, hebt der Push-Dienst die Meldung bis zu vier Stunden auf und stellt sie danach nicht mehr zu — ein Alarm, der einen halben Tag später aufploppt, stiftet mehr Verwirrung als Nutzen.

Wie sich der Zustellnachweis liest

Unter Web Push bedeuten die Zustellstatus aus Meldungen folgendes:

Status Bei Web Push heißt das
Zugestellt Der Push-Dienst hat die Meldung für mindestens ein Gerät der Person angenommen. Wer Handy und Tablet eingerichtet hat, gilt als erreicht, sobald eines davon angenommen hat
Nicht gesendet Der Schlüssel der Instanz fehlt — Web Push ist ausgewählt, aber nicht eingerichtet
Fehlgeschlagen Die Person wurde nicht erreicht: kein Gerät eingerichtet, kein freigegebenes Gerät, Gerät abgemeldet, oder der Push-Dienst hat abgelehnt. Löst die Eskalation aus

⚠️ „Zugestellt" ist nicht „angekommen". Der Status sagt, dass die Nachricht abgeschickt und vom Push-Dienst angenommen wurde. Ob ein Telefon sie gezeigt hat, steht in der Geräte-Liste („angekommen …") und in der Kachel erreichbar unter Bereitschaft — nur dort meldet sich das Gerät selbst zurück.

ℹ️ Während einer Erprobung bleibt es bei einer Zeile je Person. Geht eine Meldung an jemanden über beide Wege, entsteht trotzdem nur ein Eintrag im Postfach und eine Rückmeldung: Die Zeile beschreibt die Person, nicht den Weg. Es gewinnt der Status des Weges, der sie erreicht hat; kam sie über keinen an, der Grund, der eine Handlung verlangt. In der Datenbank steht dann in der Spalte kanal telegram+webpush. Details unter Meldungen„Erprobung".

ℹ️ „Nur im ETB sichtbar" gibt es unter Web Push nicht. Der Status meint „dieser Zustellweg kann solche Empfänger prinzipbedingt nicht erreichen" — das ist der Telegram-Fall mit einer einzelnen Person. Web Push kann Personen erreichen; wenn es nicht klappt, ist das ein Fehler und wird als solcher gemeldet. Genau deshalb bekommst Du nach einer Umstellung eine Eskalation, wenn jemand kein Gerät hat — und nicht die beruhigende Auskunft, alles sei in Ordnung.

Was Du über die Sicherheit wissen solltest

Zwei Dinge sind bauartbedingt und lassen sich nicht wegprogrammieren — Du solltest sie kennen, bevor Du umstellst.

Die Sammelmeldung trägt Namen nach draußen

Der Stand der Rückmeldungen geht an die Führung und nennt Klarnamen derer, die zugesagt haben, samt ihrem Zusatztext. Das ist gewollt — genau dafür ist sie da.

⚠️ Läuft Deine Wehr auf Telegram, verlassen diese Namen die Instanz. Die Sammelmeldung geht dann in einen Gruppen-Chat, und dort liest jeder mit, der drin ist — auch ohne ETB-Konto. Unter Web Push bleibt sie im Haus.

Wer sie bekommt, stellst Du unter Meldungen → Meldungsarten bei der Art „Sammelmeldung" ein. Das ETB lässt dort bewusst nur feste Löschgruppen und Rollen zu — kein „alle mit Recht X" und nichts Dynamisches. Ein zu weit gefasster Kreis legte sonst die Personallage der Wehr offen.

Die Datenbank ist der Schlüsselbund

Damit der Server überhaupt verschlüsselte Push-Nachrichten senden kann, liegen in der Datenbank:

  • der private Schlüssel der Instanz (VAPID),
  • die Geräte-Endpunkte und ihre Schlüssel.

⚠️ Wer ein Datenbank-Backup lesen kann, kann im Namen des ETB alarmieren. Die Nachricht käme auf den Geräten Deiner Wehr an und sähe aus wie eine echte. Das ist keine Schwäche dieser Umsetzung — serverseitiges Web Push funktioniert technisch nicht anders.

Praktisch heißt das: Backups gehören genauso geschützt wie die Instanz selbst. Keine Datenbank-Auszüge in Chats, Tickets oder auf Netzlaufwerken, auf die die halbe Wehr Zugriff hat.

Gerät ein Backup doch in falsche Hände, ist die Reihenfolge: Schlüssel neu erzeugen lassen (das entwertet alle Abos), dann jede Person neu einladen. Der Aufwand ist der Grund, warum es diesen Abschnitt gibt.

Nach einem Update

Der Bereich braucht zwei eigene Tabellen (push_abos, push_einladungen). Erscheint der Hinweis, dass Web Push noch nicht eingerichtet ist, einmalig Schema-Check„Reparieren" ausführen. Bis dahin läuft alles Übrige normal weiter; die Seite bleibt nur ohne Funktion.

⚠️ Mit der Geräte-Freigabe kommen zwei Spalten dazu (push_abos.freigegeben_at für die Freigabe, push_abos.letzter_empfang für den Empfangsnachweis). Führe den Schema-Check aus. Bis dahin stellt das ETB weiter an alle Geräte zu — es gibt einen ausdrücklichen Rückfall, weil eine unalarmierte Wehr das größere Übel wäre —, aber die Freigabe wirkt nicht, und die Bereitschaftsanzeige bleibt leer. Im Log steht dann „Freigabe-Spalte fehlt — Schema-Check fällig".

⚠️ Für die Erprobung kommt eine Spalte an den Benutzern dazu (users.meldung_kanal — der Zustellweg je Person). Führe den Schema-Check aus. Ohne sie bleibt es beim Weg der Wehr für alle: Die Ausnahmeliste bleibt leer, und ein gesetzter Zustellweg wird beim Speichern mit einer Fehlermeldung abgelehnt statt still verworfen.

ℹ️ Bestehende Geräte gelten als freigegeben. Der Schema-Check setzt den Stempel einmalig für alles, was vorher schon angemeldet war — sonst wäre nach dem Update die ganze Wehr stumm, ohne dass irgendwo ein Fehler erschiene. Was vorher erlaubt war, bleibt erlaubt; die Freigabe ist eine Regel für die Zukunft. Der Schritt läuft genau einmal und überfährt danach keine Anfrage mehr, die ein Administrator bewusst liegen lässt.

Wenn nichts ankommt

Der Reihe nach prüfen:

  1. Steht der Zustellweg überhaupt auf Web Push? Sonst geht alles weiter über Telegram — das ist dann kein Fehler. Läuft gerade eine Erprobung, zählt zusätzlich das Feld Zustellung bei der Person (Benutzer): Steht dort Standard, gilt für sie der Weg der Wehr, egal was sie erwartet.
  2. Steht die Person unter „Ohne Gerät"? Dann fehlt die Einrichtung.
  3. Wartet ihr Gerät auf die Freigabe? Dann steht es in der Geräte-Liste mit „wartet auf Freigabe" — ein Klick auf Freigeben genügt.
  4. Ist ihr Gerät als „stumm" markiert? Neu einrichten lassen.
  5. Ist sie einer Löschgruppe zugeordnet? Ohne Gruppe erfasst sie kein Alarm — unabhängig vom Zustellweg, siehe Benutzer.
  6. Hat sie die Benachrichtigungen im Browser abgelehnt? Das lässt sich nur in den Einstellungen ihres Browsers zurücknehmen, nicht im ETB.
  7. Läuft die Instanz über HTTPS? Ohne das gibt es keine Benachrichtigungen.
  8. Ist der Schema-Check gelaufen? Ohne die Freigabe-Spalte greift die Freigabe nicht — siehe oben.

ℹ️ Der kürzeste Test ist der Probealarm. Jede Person kann in ihrem Profil je Gerät einen auslösen; er nimmt genau denselben Weg wie ein echter Alarm. Kommt er an, steht das Gerät danach auf Erreichbar.

Der Administrator als Rückfallebene

Zwei Dinge kann hier nur der Administrator — und beide gibt es, damit niemand auf die Mitarbeit der betroffenen Person angewiesen ist.

Probealarm an ein fremdes Gerät

In der Geräteliste steht bei jedem freigegebenen Gerät der Knopf „Probealarm". Er nimmt genau denselben Weg wie ein echter Alarm.

⚠️ Es klingelt wirklich — auch nachts. Das ETB fragt vorher nach und lässt höchstens alle 15 Sekunden einen zu.

Bei Geräten, die noch auf ihre Freigabe warten, fehlt der Knopf. Das ist Absicht: Dort würde er klingeln, obwohl echte Alarme nie ankämen — eine Attrappe, die schlimmer ist als keine Prüfung.

„Angemeldet bleiben" widerrufen

Ganz unten steht die Liste der Geräte, auf denen jemand das Häkchen „Auf diesem Gerät angemeldet bleiben" gesetzt hat, mit „Widerrufen".

ℹ️ Das ist nicht die Geräteliste darüber. Oben geht es darum, wohin ein Alarm zugestellt wird. Hier geht es darum, wo jemand angemeldet bleibt. Ein Gerät kann in einer der beiden Listen stehen, in beiden oder in keiner.

Wozu: Wer sein Telefon verliert, meldet sich beim Administrator — und der kann die Anmeldung sofort beenden, ohne dass das Gerät noch einmal erreichbar sein muss. Jede Person kann ihre eigenen Anmeldungen außerdem im Profil widerrufen.

Was als nächstes?