Werkzeuge

Atemschutzüberwachung

Die Atemschutzüberwachung (AÜ) führt Trupps unter Pressluftatmer: anlegen, einsetzen, in festen Abständen den Flaschendruck abfragen, aus dem Einsatz entlassen. Am Ende steht ein lückenloses Protokoll, das als Nachweis taugt.

Das Modul muss eingeschaltet sein — siehe Atemschutz verwalten.

Zwei Ansichten, zwei Aufgaben

Liste (Werkzeuge → Atemschutz) Tafel (/atemschutz.php)
Aussehen im ETB-Rahmen, mit Menü, als Tabelle Vollbild ohne Menü, große Kacheln
Wofür nachsehen: wer führt was, seit wann, wie viele Trupps arbeiten: am Fahrzeug, mit Handschuhen
Wer angemeldete Benutzer mit atemschutz.view auch ohne Anmeldung, über den QR-Code

Von der Liste kommst Du mit Öffnen in eine Überwachung, von der Tafel mit ETB wieder heraus.

Die Kopfzeile der Tafel

Ganz oben liegt eine farbige Leiste: Sie sagt in ganzer Breite und mit Wort, ob die Verbindung zum Server steht. Rechts in der Ecke stehen Uhrzeit und Datum — der Wert, der in jeder Protokollzeile auftaucht und deshalb am häufigsten gesucht wird. Darunter die Bezeichnung der Überwachung, der Einsatzbezug und der Name des Überwachers.

Die Wege — Übersicht, ETB, Protokoll, Drucken, Abschließen und, bei einer Überwachung ohne Einsatzbezug, Verbinden — stehen rechts oben. Wird die Ansicht schmal (Tablet hochkant, Telefon), bleibt von jedem Knopf nur noch sein Zeichen stehen; das Wort verschwindet nicht, es wandert in die Vorlesehilfe.

Daneben sitzt der Umschalter Hell / Dunkel (Sonne bzw. Mond) — auch auf der Protokollseite. Tafel und Protokoll haben bewusst keine Seitenleiste, an der der Umschalter im übrigen ETB hängt; deshalb steht er hier im Kopf. Die Wahl merkt sich das Gerät, genau wie sonst auch.

ℹ️ Die Einsatznummer im Kopf ist nur dann ein Link in die Einsatzakte, wenn Du diesen Einsatz auch im ETB öffnen darfst — Recht und Bereich werden geprüft. Sonst steht sie als reiner Text da. Am Tablet-Zugang ohne Anmeldung gibt es den Link nie.

Eine Überwachung anlegen

Auf der Tafel über + Neue Überwachung. Zwei Fälle:

  • Zu einem Einsatz — wähl ihn aus der Liste der laufenden Einsätze. Die Bezeichnung wird daraus gebildet, die Einheiten-Auswahl richtet sich nach den Einheiten dieses Einsatzes, und alles Wichtige landet zusätzlich im Einsatzprotokoll.
  • Ohne Einsatz — dann ist ein Grund Pflicht („Belastungsübung Löschgruppe 3"). Ohne ihn stünde im Nachweis später nur „AÜ", und niemand wüsste mehr, worum es ging.

Die Bezeichnung bildet das ETB nach demselben Schema wie bei der Bevölkerungswarnung: E#003-AÜ#01 am Einsatz, AÜ#01 ohne Einsatz. Je Einsatz wird hochgezählt.

ℹ️ Am Einsatz ist die Bezeichnung fest und lässt sich nicht ändern — die Kennung bindet den Nachweis an den Einsatz, und von Hand geändert wäre er später nicht mehr auffindbar. Ohne Einsatz darfst Du sie frei wählen; dort trägt der Grund die Bezeichnung.

Die Einheit

Gewählt wird genau eine Einheit — sie entscheidet zweierlei: wen die Truppauswahl später vorschlägt, und wie die Trupps heißen (<Einheit> Atemschutztrupp 1).

Zur Wahl steht nur, was auch Atemschutz stellt. Den Haken dafür setzt der Administrator je Einheit unter Einheiten; A-/B-Dienst und IuK gehören dort in aller Regel heraus.

Fall Was angeboten wird
mit Einsatzbezug die Einheiten dieses Einsatzes, die Atemschutz stellen
ohne Einsatzbezug alle Einheiten, die Atemschutz stellen
kein Treffer alle atemschutzrelevanten Einheiten, mit Hinweis darüber

ℹ️ Bleibt nach dem Filtern nichts übrig — es ist nur die IuK zurückgemeldet, oder die Stammdaten sind noch nicht gepflegt —, stehen wieder alle zur Wahl, und der Hinweis unter der Auswahl sagt warum. Eine leere Liste, während draußen jemand unter Pressluftatmer geht, wäre die schlechteste aller Antworten. — keine — bleibt immer wählbar; dann heißen die Trupps schlicht „Atemschutztrupp 1".

ℹ️ Bleibt genau eine Einheit übrig, ist sie schon gesetzt. Wechselst Du den Einsatz im Dialog, wird die Auswahl sofort nachgeführt — eine Einheit, die dabei aus der Liste fällt, ist danach nicht mehr angehakt. Sonst stünde im Nachweis eine Einheit, die auf dem Schirm nicht mehr zu sehen war.

Der Überwacher

Hier hast Du drei Möglichkeiten:

Auswahl Was passiert
ohne Überwacher Die Überwachung steht als frei auf dem Tableau und wartet auf jemanden.
freier Name Für alle, die kein Konto haben — der Name steht im Nachweis, mit dem Zusatz „ohne Konto". Wer ihn eingetragen hat, steht im Einsatzprotokoll.
eine Person aus der Liste Sie führt die Überwachung ab sofort.

ℹ️ Auch ohne Verbindung schlägt die Tafel Träger vor. Die Namen der Atemschutzgeräteträger liegen dafür im Gerät — getrennt von der Ersatztafel, die ohne Netz erscheint, denn die ist bewusst datenfrei. Sie gehen mit, sobald sich am Tablet jemand anderes anmeldet.

ℹ️ Am Einsatz gibt es den Weg noch kürzer: In der Einsatzansicht sitzt neben dem Stichwort ein runder Knopf mit dem Atemschutz-Zeichen. Er legt eine Überwachung für genau diesen Einsatz an — bewusst ohne Überwacher, denn wer am Einsatz sitzt, ist selten der, der später am Fahrzeug die Drücke abfragt. Läuft schon eine, führt derselbe Knopf dorthin und zeigt die Zahl der Trupps im Einsatz.

Nachträglich mit einem Einsatz verbinden

Wer am Fahrzeug steht und keine Verbindung hat, kann den Einsatz oft gar nicht wählen — das Tablet hat ihn nie gesehen. Dann legst Du ohne Einsatz an und stellst den Bezug später her.

Dafür sitzt im Kopf der Tafel der Knopf Verbinden (Kettensymbol). Er erscheint nur bei einer Überwachung ohne Einsatzbezug und nur, wenn Du das Recht atemschutz.verknuepfen hast — ab Werk Einsatzleiter und Lage, der Administrator kommt über den Failsafe hinein. Am Tablet-Zugang ohne Anmeldung gibt es ihn nie.

  1. Verbinden antippen.
  2. Den Einsatz aus der Liste der offenen Einsätze wählen.
  3. Bestätigen.

Danach:

  • Die Überwachung bekommt die feste Kennung des Einsatzes (E#042-AÜ#01), je Einsatz hochgezählt. Die frei gewählte Bezeichnung von vorher ist damit ersetzt.
  • Die bereits erfassten Vorgänge wandern ins Einsatzprotokoll (bei sehr langen Überwachungen die jüngsten 500; dass gekürzt wurde, steht dann als eigene Zeile dabei) — jeder mit seiner Ereigniszeit, also an der richtigen Stelle der Zeitleiste und als nachgetragen gekennzeichnet.
  • Ab jetzt schreibt die Überwachung wie jede andere ins Einsatzprotokoll mit.

⚠️ Das lässt sich nicht rückgängig machen, und es geht nur einmal: Eine Überwachung, die schon zu einem Einsatz gehört, lässt sich nicht umhängen. Im alten Einsatz stünden sonst revisionsfeste Einträge zu einer Überwachung, die dort nicht mehr geführt wird.

ℹ️ Wählbar sind dieselben Einsätze wie beim Anlegen: offen und in Deinem Bereich. Die Truppleute bleiben, wie sie eingetragen wurden — auch die von Hand getippten Namen.

Eine Überwachung übernehmen

Wer führt, schreibt. In einer Überwachung darf immer genau eine Person Trupps anlegen, Drücke erfassen und entlassen. Alle anderen sehen zu.

Ist die Überwachung frei (noch kein Überwacher), fragt sie beim Öffnen von selbst: „Überwachung übernehmen?". Angeschaut zu haben ist keine Übernahme — die Überwachung bleibt frei, bis jemand den Knopf drückt.

Das X und der Knopf bedeuten etwas Verschiedenes:

Was Du tust Was passiert
Übernehmen Du führst ab jetzt.
X, Klick daneben oder Esc Der Dialog geht zu. Beim nächsten Öffnen der Tafel fragt er wieder.
Nur zusehen (nicht mehr fragen) Der Dialog fragt in diesem Browser-Reiter nicht mehr.

Du kommst immer wieder heran: Solange niemand führt, steht über der Tafel der Balken „Diese Überwachung hat noch keinen Überwacher" mit dem Knopf Übernehmen — auch dann, wenn Du den Dialog weggeklickt hast.

ℹ️ Im Balken kannst Du auch jemand anderen eintragen. Neben Übernehmen steht dort eine Auswahlliste, vorbelegt auf Dich selbst. Wählst Du eine andere Person, führt ab sofort sie die Überwachung — und im Nachweis steht, wer sie eingetragen hat. Praktisch, wenn Du am Fahrzeug stehst und der Überwacher gerade die Hände voll hat.

ℹ️ Wer angemeldet ist, muss sich nicht vorstellen. Der Dialog zeigt Deinen Namen aus dem Konto und hat kein Eingabefeld — genau dieser Name steht danach in jedem Protokolleintrag. Nur am Tablet-Zugang ohne Anmeldung gibt es ein Feld Dein Name, und dort ist der getippte Name das Einzige, was den Erfasser benennt; solche Einträge sind im Protokoll als über den Tafel-Zugang entstanden gekennzeichnet.

ℹ️ Hast Du Nur zusehen (nicht mehr fragen) gewählt, fragt diese Überwachung in diesem Browser-Reiter nicht noch einmal — auch nicht nach dem Neuladen. Ein neuer Reiter oder ein neu gestarteter Browser fragt wieder. Übernehmen kannst Du sie trotzdem jederzeit: über den Balken oben.

Woran Du siehst, wer gerade führt

Unter dem Kopf der Tafel steht die Antwort als Balken — immer, und sie wird laufend nachgeführt. Wechselt die Führung an einem anderen Gerät, ändert sich die Aussage hier, ohne dass Du die Seite neu lädst:

Was oben steht Was es heißt
kein Balken Du führst. Die Kacheln öffnen die Erfassung.
„… führt diese Überwachung. Du kannst nur zusehen." Jemand anderes führt — mit Namen. Daneben steht der Weg zur Übernahme. Hat er kein Konto (Tafel-Zugang oder freier Name), steht hinter dem Namen „ohne Konto".
„Diese Überwachung hat noch keinen Überwacher." Sie ist frei. Daneben der Knopf Übernehmen — für jeden, der führen darf. Fehlt Dir das Recht, sagt der Balken das.
„Führung unbekannt." Die Tafel konnte die Frage nicht beantworten — der Stand im Gerät ist zu alt. Deine Einträge könnten später abgelehnt werden.
„Diese Überwachung ist abgeschlossen." Sie lässt sich nur noch lesen.

ℹ️ „Führung unbekannt" sperrt nichts. Es ist nicht dasselbe wie „Du darfst nicht" — die Tafel sagt nur ehrlich, dass sie es gerade nicht prüfen kann. Die Kacheln bleiben offen, und was Du einträgst, geht mit seiner Uhrzeit raus, sobald wieder Verbindung da ist. Ob es angenommen wird, entscheidet dann das ETB.

ℹ️ Ob eine Verbindung zum Server besteht, sagt die farbige Leiste ganz oben: Verbunden, Verbindung unsicher — oder „Keine Verbindung — Stand 14:07", also mit der Uhrzeit des letzten Kontakts. Wer sich die Tafel vorlesen lässt, bekommt jeden Wechsel der Führung zusätzlich angesagt.

Wer nicht schreiben darf, kommt trotzdem an die Zahlen. Ein Tipp auf eine Trupp-Kachel öffnet dann dessen Historie statt der Erfassung — und zwar für jeden Trupp, nicht mehr nur für die entlassenen. Die Kachel sagt es vorher: Neben dem Truppnamen steht die Marke „nur ansehen". Gibt das führende Gerät ab, verschwindet die Marke, und die Kachel öffnet wieder die Erfassung.

ℹ️ Auch wer führt, kommt an die Historie eines laufenden Trupps: im Erfassungsdialog unten der Knopf Historie. Er steht bei jedem Trupp — auch bei einem, den Du gerade ohne Verbindung angelegt hast.

Eine Überwachung übergeben

Führt sie jemand anderes, heißt der Knopf im Balken „Übernahme anfragen" — er erscheint nur bei denen, die auch führen dürfen (atemschutz.fuehren oder Tablet-Zugang). Wer das Recht nicht hat, bekommt gar keinen Knopf; ein Knopf, der danach abgewiesen wird, kostet nur den Versuch.

Die Anfrage steht als gelber Balken über der Tafel. Entscheiden darf sie der amtierende Überwacher — und ebenso jeder, der atemschutz.freigeben hat (Einsatzleiter, Lage, Administrator):

  • Ablehnen — die Anfrage verschwindet, der bisherige Überwacher führt weiter.
  • Übergeben — die Rückfrage nennt den Namen, an den übergeben wird. Danach führt er, der bisherige Überwacher sieht nur noch zu. Alles Erfasste bleibt erhalten; der Wechsel steht mit Uhrzeit und Namen im AÜ-Protokoll und in der Zeitleiste des Einsatzes.

⚠️ Ein getippter Name ist keine Anmeldung. Wer über den Tafel-Zugang anfragt (QR-Code am Fahrzeug, kein Konto), tippt seinen Namen selbst ein — das ETB kann ihn nicht prüfen. Deshalb steht der Hinweis „über Tafel-Zugang" direkt hinter dem Namen: im gelben Balken der Anfrage, in der Rückfrage vor dem Übergeben („… (über Tafel-Zugang, ohne Konto)") und später im Balken „… führt diese Überwachung", den jeder Zuschauer sieht. Du übergibst die Schreibhoheit — sieh hin, wem. Kommt der Name aus einem Konto, fehlt der Hinweis.

⚠️ Wer das Recht atemschutz.freigeben hat, übernimmt sofort statt anzufragen — der Knopf heißt dann schlicht Übernehmen. Gedacht ist das für den Fall, dass der Überwacher nicht mehr erreichbar ist.

⚠️ Eine Übernahme aushandeln braucht Verbindung. Anfragen, bestätigen und ablehnen gehen nur mit Netz: Ohne Verbindung ließe sich die Kennung des übernehmenden Geräts nicht prüfen — und zwei Geräte, die beide glauben zu führen, sind genau der Zustand, den dieses Modul verhindert.

Aktiv übergeben (der Knopf neben Deinem Namen) geht ohne Netz, ebenso eine freie Überwachung übernehmen, abschließen und mit einem Einsatz verbinden.

ℹ️ Hat sich die Anfrage zwischen Anzeigen und Klick geändert — sie wurde abgelehnt, jemand anderes hat inzwischen angefragt, die Überwachung ist beendet —, sagt es die Tafel („Die Anfrage hat sich geändert — sieh sie Dir noch einmal an.") und schreibt nichts. Eine Anfrage ohne Kennung wird schon beim Stellen abgewiesen: Der Anfragende könnte danach nicht schreiben.

Einen Trupp anlegen

Name, Truppführer, Truppmann, je ein Anfangsdruck — und das Kennzeichen Sicherheitstrupp, wenn es einer ist. Der Anfangsdruck ist mit dem Wert aus den Einstellungen vorbelegt (ab Werk 300 bar).

Die Namen kommen als Knöpfe: Wer zum Einsatz zurückgemeldet hat und als Atemschutzgeräteträger gekennzeichnet ist, steht bereit. Wer schon in einem Trupp dieser Überwachung steht, ist durchgestrichen und nicht wählbar — so kann niemand versehentlich in zwei Trupps gleichzeitig stehen. Für alle anderen — Nachbarwehr, Gastkraft, Funkrufname — gibt es + Anderer Name.

Der Trupp steht danach in Bereitschaft (grün).

Der dritte Träger: der Melder

Die FwDV 7 kennt Trupps aus zwei oder drei Atemschutzgeräteträgern. Für den dritten steht unter dem Truppmann der Knopf Melder hinzufügen. Er ist freiwillig — brauchst Du ihn nicht, ändert sich für Dich nichts.

  • Der Melder wird genauso ausgewählt wie die anderen beiden: Knopf, + Anderer Name oder Freitext, dazu ein eigener Anfangsdruck.
  • Leer heißt: kein Melder. Blendest Du den Block ein und trägst keinen Namen ein, entsteht kein dritter Träger. Der Knopf heißt dann Melder entfernen und räumt die Eingabe wieder weg.
  • Steht ein Name da, braucht er auch einen Anfangsdruck — sonst sagt es die Tafel, bevor der Trupp angelegt wird.

Ab dann zählt er überall mit: bei jeder Druckabfrage, auf der Kachel, in der Historie und im Nachweis. Sein Rückzugsdruck zählt für den ganzen Trupp — ist er der Schlechteste, schlägt die Tafel für den Trupp Alarm. Wer zurückgeht, geht gemeinsam zurück.

Auf der Kachel steht vor jedem Namen die Rolle: TF (Truppführer), TM (Truppmann), ME (Melder).

ℹ️ Das gilt auch ohne Verbindung: Ein Dreier-Trupp lässt sich im Funkloch anlegen, einsetzen, abfragen und entlassen — und taucht im Nachweis vollständig auf.

ℹ️ Ist ein Trupp im Einsatz und kein Sicherheitstrupp in Bereitschaft, sagt es die Tafel in einem Balken. Das ist ein Hinweis, kein Riegel — über die Lage entscheidest Du.

Einsetzen

Tipp auf die Kachel. Der Timer ist mit dem Wert aus den Einstellungen vorbelegt (ab Werk 10 Minuten) und lässt sich mit −5 / −1 / +1 / +5 anpassen. Der Einsatzbeginn ist der Moment des Bestätigens.

Der Trupp steht jetzt im Einsatz (rot), und der Timer läuft.

Abfragen

Läuft der Timer ab, meldet sich die Kachel: erst orange („Abfrage fällig"), nach einer Minute rot („überfällig"), und die Zeit zählt mit einem + aufwärts weiter. Tipp auf die Kachel:

  • Die Drücke wählst Du als Knopf — die Werte sind aus dem letzten Druck gerechnet und absolut beschriftet. Über Funk kommt „Truppführer 210", und genau diese 210 tippst Du an. Für krumme Werte gibt es ±5 genau.
  • Am Einsatzort erscheint bei der ersten Abfrage. Der Knopf setzt das Ende des Anmarschs fest — erst danach kann die Tafel den Rückzugsdruck rechnen. Er zählt genau einmal — siehe den Abschnitt weiter unten.
  • Im Dialog stehen zu jedem Träger die Werte, aus denen sich alles ergibt: Start (der Druck beim Antreten), Einsatzort, der daraus gerechnete Anmarsch, der zuletzt dokumentierte Wert und die Schwelle Rückzug ab — jeweils mit Uhrzeit. So kannst Du nachrechnen, ohne wegzuklicken. Diese Reihe führt sich selbst nach: Meldest Du „Am Einsatzort" oder wechselst eine Flasche, stehen Einsatzort, Anmarsch, Rückzug ab, der Reservebalken und der Wechselvermerk sofort richtig da — ohne die Seite neu zu laden.
  • Speichern & Timer neu schreibt alles ins Protokoll und startet den Timer.

ℹ️ Steht keine Schwelle fest, steht dort auch keine Zahl. Die Pille Rückzug ab fehlt dann einfach — solange kein Einsatzort-Druck erfasst ist, und ebenso, wenn die Rechnung 0 bar ergäbe. „Rückzug ab 0 bar" wäre keine Schwelle, sondern eine Warnung, die nie anspricht.

Ist der Trupp am Einsatzort gemeldet und trotzdem keine Schwelle zu rechnen, bekommt die Kachel einen gestrichelten Rahmen und die Marke „kein Rückzugsdruck" — weder Entwarnung noch Alarm, sondern die Aufforderung, den fehlenden Druck nachzutragen.

⚠️ Eine Druckabfrage ohne Druck gibt es nicht. Hast Du gar keinen Wert eingetragen, lehnt die Tafel ab — der Knopf setzt auch den Takt neu, und danach stünde an der Kachel eine frische Restzeit neben einem Wert von vorhin. Fehlt der Wert eines Trägers, kommt eine Rückfrage mit Namen: „So eintragen" übernimmt den zuletzt dokumentierten Wert und lässt den Takt neu laufen, „Zurück, nachtragen" bringt Dich in den Dialog zurück.

Sinkt ein Druck auf den Rückzugsdruck, wird er rot und die Kachel meldet es. Die Entscheidung bleibt bei Dir — die App ordnet keinen Rückzug an.

„Trupp ist am Einsatzort" zählt genau einmal

Der Anmarsch endet einmal. Maßgeblich ist deshalb der erste gemeldete Einsatzort-Druck je Träger — ein zweiter Griff auf den Knopf ändert die Rechnung nicht mehr.

⚠️ Warum der erste Wert zählt: Zählte der neueste, hübe jeder weitere Griff auf den Knopf die Schwelle an — der Anmarschverbrauch würde gegen einen inzwischen viel niedrigeren Druck gerechnet. Aus „Rückzug ab 100 bar" würde „Rückzug ab 300 bar": Die Schwelle spränge über den Flaschendruck, jeder Träger stünde sofort auf Rückzug, und eine Tafel, auf der alles rot ist, sagt nichts mehr.

Woran Du das im Betrieb merkst:

  • Nachtragen bleibt möglich — aber nur für einen Träger, der noch keinen Einsatzort-Druck hat. Für ihn ist dieser Eintrag der erste. Der Knopf heißt dann „Druck am Einsatzort nachtragen".
  • Hat jeder Träger einen Wert, verschwindet der Knopf. An seiner Stelle steht: „Der Anmarschverbrauch steht fest; der Rückzugsdruck rechnet ab jetzt dagegen." Er geht erst weg, wenn Du den Dialog schließt — ein Knopf, der unter den Fingern verschwindet, wäre eine Falle.
  • Stimmt ein Einsatzort-Druck nicht, lässt er sich hier nicht mehr korrigieren. Halte die Richtigstellung als Bemerkung im Einsatztagebuch fest — das Journal der Überwachung ist bewusst nicht änderbar.

ℹ️ Ein Flaschenwechsel ist nie ein neuer Anmarsch. Bezugspunkt bleibt der Druck beim Antreten und der erste Wert am Einsatzort — der Weg zurück wird durch eine neue Flasche nicht kürzer.

ℹ️ Der Druck der neuen Flasche steht danach im Erfassungsdialog schon drin — mit dem Vermerk „Übernommen aus dem Flaschenwechsel". Wer gerade eine Flasche dokumentiert hat, soll sie nicht ein zweites Mal ablesen müssen; ändern kannst Du den Wert jederzeit.

Das gilt nur, solange der Wechsel der jüngste Wert dieses Trägers ist. Nach der nächsten Abfrage ist das Feld wieder leer: Ein übernommener Wert von vor einer halben Stunde wäre eine Messung, die nie stattgefunden hat.

Ungewöhnliche Werte

Die Tafel unterscheidet zwei Dinge, und der Unterschied ist wichtig:

Was
Gesperrt was nicht sein kann: ein negativer Druck, mehr als 330 bar, ein gestiegener Druck ohne Flaschenwechsel
Nachgefragt was ungewöhnlich, aber möglich ist: sehr viel Verbrauch in kurzer Zeit, oder derselbe Wert wie vorhin

Eine Nachfrage kommt als Dialog Ungewöhnliche Werte — mit Namen und Rechnung („TF Meyer: Das sind 90 bar in 2 Minuten — ungewöhnlich viel. Trag es ein, wenn es stimmt."). Deine eingetragenen Werte bleiben dabei stehen. Bestätigst Du mit Werte übernehmen, werden sie genau so eingetragen und protokolliert. Nichts wird gerundet oder stillschweigend korrigiert: Du stehst am Funk und weißt, was Du gehört hast.

ℹ️ Ist ein Druck gestiegen, wurde in aller Regel die Flasche gewechselt. Dafür gibt es einen eigenen Vorgang — siehe unten.

Flasche gewechselt

Im Fuß des Erfassungsdialogs steht der Knopf mit dem Wechselzeichen ⇄ und dem Wort Flasche. Er öffnet einen eigenen Dialog mit allen Trägern des Trupps, jeder mit seinem zuletzt dokumentierten Druck im Feld.

Ein geänderter Wert ist der Wechsel. Wer keine neue Flasche bekommen hat, bleibt einfach stehen — „unverändert" ist damit die Antwort nein, und Du musst sie nicht extra geben. Beide, einer oder keiner: alles möglich.

Wechsel eintragen schreibt den Vorgang ins Protokoll, setzt den Anfangsdruck der betroffenen Person neu (davon lebt der Reservebalken) und zählt mit, mit der wievielten Flasche jemand unterwegs ist.

Woran Du den Wechsel später wiedererkennst

Ein Druck, der gestiegen ist, liest sich im Stress wie ein Zahlendreher. Deshalb steht der Wechsel dort, wo er die Zahl erklärt:

  • Im Erfassungsdialog trägt die Person eine eigene Pille — Wechselzeichen, die wievielte Flasche, Druck und Uhrzeit, also etwa ⇄ 2. Flasche · 300 bar · 09:49 — direkt zwischen Einsatzort und zuletzt.
  • Auf der Kachel steht dasselbe Wechselzeichen unmittelbar vor der Zahl, die es erklärt.

Die Pille Start zeigt dabei weiterhin den Antrittsdruck — nicht den der laufenden Flasche. Nur so geht die Anmarschrechnung auch nach einem Wechsel noch auf (300 − 240 = 60).

⚠️ Der Rückzugsdruck ändert sich dadurch nicht. Er rechnet gegen den Anmarschverbrauch, und der Weg zurück wird durch eine neue Flasche nicht kürzer. Bezugspunkt bleibt allein Am Einsatzort. Die Schwelle steht deshalb unverändert neben dem Wechselvermerk.

Zwischen-Bereitschaft: den Takt anhalten

Der Trupp ist heraus, sitzt am Fahrzeug, behält sein Gerät an und geht gleich wieder rein. Ihn zu entlassen wäre falsch — er ist nicht fertig, und der Nachweis zerschnitte seinen Einsatz. Ihn weiter takten zu lassen aber auch: Der Timer läuft ab, die Tafel schlägt Alarm, und Du lernst, den Alarm wegzuklicken.

Dafür gibt es das Pause-Zeichen — es sitzt im Erfassungsdialog rechts neben dem Zeitsteller, in derselben Reihe wie −5 / −1 / +1 / +5. Denn es tut etwas mit dem Takt, nicht mit dem Trupp.

  1. Kachel antippen, die aktuellen Drücke eintragen.
  2. Auf das Pause-Zeichen tippen, die Rückfrage „Abfrage anhalten?" bestätigen.

Danach:

Status bleibt im Einsatz — der Trupp ist weiter unter Pressluftatmer geführt
Kachel statt der Restzeit steht dort das Pause-Zeichen mit „pausiert", darunter seit wann
Knopf aus dem Pause-Zeichen wird das Fortsetzen-Zeichen, aus Speichern & Timer neu wird Drücke speichern
Warnungen ein angehaltener Trupp löst keine mehr aus — am Fahrzeug verbraucht er nichts. Die Schwelle bleibt sichtbar

Fortsetzen startet den Takt ab jetzt neu, nicht ab dem Anhalten — sonst wäre die erste Abfrage nach einer halben Stunde Pause sofort überfällig.

⚠️ Ohne Drücke geht es nicht. Der Stand beim Anhalten ist der Ausgangswert, wenn es weitergeht; fehlt er, klafft im Nachweis eine Lücke über die ganze Pause. Das ETB sagt Dir, wessen Wert fehlt — außer bei einem Träger mit frisch dokumentierter Flasche, dessen Wert steht schon im Feld.

ℹ️ Angehalten wird der Abfragetakt genau dieses Trupps — alle anderen laufen weiter. Beide Vorgänge stehen als Überwachung angehalten bzw. Überwachung fortgesetzt im AÜ-Protokoll und im Einsatzprotokoll: Dort erklären sie eine Lücke in den Abfragen, die im Nachgang sonst wie ein Versäumnis aussieht.

Rückzug anordnen

Ebenfalls im Fuß des Erfassungsdialogs: Rückzug anordnen. Nach einer Rückfrage wird der Befehl mit Uhrzeit protokolliert — genau danach wird im Nachgang gefragt. Drücke, die Du gerade eingetragen hast, gehen mit, und der Timer startet neu.

Der Trupp bleibt im Einsatz: Er ist weiter unter Pressluftatmer und wird weiter abgefragt, bis er zurück ist. Auf der Kachel erscheint eine gelbe Pille mit der Uhrzeit, neben der Marke „am Einsatzort".

Entlassen

Im Erfassungsdialog, unten neben dem Hauptknopf.

⚠️ Ohne Enddrücke geht es nicht. Das ETB verlangt für jeden Träger des Trupps einen eingetragenen Wert und sagt Dir, wer fehlt. Würde es stillschweigend den Wert von vor zehn Minuten übernehmen, stünde im Nachweis eine Messung, die nie stattgefunden hat.

Eine Ausnahme: Wer gerade eine neue Flasche bekommen hat und seither nicht abgefragt wurde, bringt deren Druck mit — der ist dokumentiert und jünger als alles andere. Im Dialog steht er bereits im Feld.

Danach ist der Trupp gesperrt und rutscht ans Ende der Tafel; seine Kachel öffnet nur noch die Historie.

Die Überwachung abschließen

Oben im Kopf der Tafel über Abschließen. Das geht nur, wenn kein Trupp mehr im Einsatz ist — sonst sagt die Tafel, wie viele noch draußen sind, und schließt nicht. Entlass sie zuerst auf dem üblichen Weg.

Protokoll, drucken, exportieren

Protokoll im Kopf der Tafel zeigt jeden Eintrag mit Zeit, Trupp, Ereignis, Drücken und dem Namen des Erfassers. Einträge über den Tablet-Zugang sind als solche gekennzeichnet.

ℹ️ Die Einträge sind revisionsfest — sie lassen sich nicht ändern. Maßgeblich ist die Ereigniszeit; wo ein Eintrag später eingegangen ist, steht „nachgetragen" mit der Eingangszeit daneben.

ℹ️ In der Protokollansicht stehen nur die Drücke, die in dieser Zeile erfasst wurden. Ein Gedankenstrich heißt hier „bei diesem Vorgang wurde nichts gemessen" — nicht „unbekannt". Nur der Ausdruck führt zusätzlich den zuletzt dokumentierten Wert mit und kennzeichnet ihn (siehe unten); das Protokoll bleibt der rohe Verlauf.

Drucken (im Tafelkopf und auf der Protokollseite) öffnet das AÜ-Protokoll als Druckstück. Über den Druck-Dialog des Browsers speicherst Du es als PDF — dafür braucht es keine Anmeldung, der Tablet-Zugang genügt.

Was noch im Gerät liegt, steht mit drin

Am Einsatzende ist oft kein Netz da — und genau dann wird der Nachweis gebraucht. Protokoll und Druckansicht zeigen deshalb auch die Vorgänge, die noch auf die Übertragung warten, an der richtigen Stelle der Zeitleiste einsortiert.

Solche Zeilen tragen den Vermerk „noch nicht übertragen" — als lesbaren Text, nicht als Farbfläche, damit er auch auf Papier ankommt. Im Fuß steht die passende Legende:

Zeilen mit dem Vermerk „noch nicht übertragen" lagen beim Druck nur auf dem erfassenden Gerät und waren im ETB noch nicht angekommen.

Ein Trupp, den es nur auf diesem Gerät gibt, bekommt einen eigenen Abschnitt mit dem Zusatz „nur auf diesem Gerät, noch nicht übertragen".

ℹ️ Für diese Zeilen gilt die Revisionsfestigkeit erst, wenn sie im ETB angekommen sind. Die Legende sagt das ausdrücklich; sie steht nur da, wenn wirklich eine solche Zeile im Dokument ist.

⚠️ Kommt die Seite an die örtlich gespeicherten Vorgänge nicht heran, sagt sie es: „Auf diesem Gerät liegen Vorgänge zu Trupps, die noch nicht übertragen wurden — sie fehlen in dieser Liste." Eine Lücke, die sich nicht als Lücke zeigt, wäre im Nachweis das Schlimmste.

ℹ️ Auf dem Ausdruck steht in jeder Zeile eines Trupps ein Druck — und zwar für jeden Träger. Nicht jeder Vorgang bringt eigene Werte mit: Wer den Rückzug anordnet, ohne neu abzufragen, schickt keine, und ein Flaschenwechsel betrifft nur eine Person. Eine leere Zelle wäre dort die falsche Auskunft: Wer ein Jahr später „14:41 Rückzug angeordnet — —" liest, weiß nicht, mit wie viel Luft der Trupp umgedreht hat. Deshalb wird je Person der zuletzt dokumentierte Wert mitgeführt und als „(zuletzt dokumentiert)" gekennzeichnet.

Die Kennzeichnung hängt am einzelnen Wert, nicht an der Zeile — in derselben Zeile kann ein gemessener neben einem mitgeführten Wert stehen: „TF Meier 220 bar (zuletzt dokumentiert) · TM Schulz 300 bar" heißt, dass beim Flaschenwechsel nur der Druck von TM Schulz erfasst wurde. Gemessen und mitgeführt bleiben so auch dann unterscheidbar, wenn beides nebeneinander steht.

ℹ️ Warum in der Einsatzakte manchmal weniger steht als im Nachweis. Jede Meldung geht zwei Wege: in das Protokoll der Überwachung (dort lückenlos, immer) und als Zeile in die Einsatzakte. Nur der zweite Weg ist mengenbegrenzt — sonst könnte ein Tablet mit dem QR-Zugang die Akte vollschreiben. Kommen sehr viele Meldungen in kurzer Zeit, steht in der Akte eine Sammelzeile („Es kommen ungewöhnlich viele Meldungen …") statt jeder einzelnen. MAYDAY geht immer durch, ungebremst.

Der Nachweis bleibt davon unberührt — er ist die vollständige Quelle.

Im Einsatz-Export (Administration → Einsatz-Export) ist das AÜ-Protokoll ebenfalls dabei: Häkchen „Mit AÜ-Protokoll", standardmäßig an und abwählbar. Es beginnt dort auf einer neuen Seite — genau wie die Bevölkerungswarnungen —, damit Du den Nachweis einzeln herausgeben kannst. Beide Ausgaben stammen aus derselben Quelle und sagen deshalb dasselbe.

Eine Überwachung löschen

Das darf nur der Administrator, und zwar allein in der Liste unter Werkzeuge → Atemschutz — über das Mülleimer-Symbol in der Zeile. Auf der Tafel gibt es diesen Weg nicht, am Tablet-Zugang erst recht nicht.

Gedacht ist er als Notausgang, nicht als Bedienschritt: eine Probe-Überwachung, ein Fehlgriff, etwas, das gar nicht erst hätte entstehen sollen.

⚠️ Es geht alles mit: das komplette AÜ-Protokoll, alle Trupps, alle Personen — und die Einträge dieser Überwachung im Einsatzprotokoll. Rückgängig machen lässt sich das nicht.

Läuft die Überwachung noch, wird zweimal gefragt; die zweite Frage sagt ausdrücklich, dass der Überwacher damit im laufenden Einsatz seinen Nachweis verliert. Steht gerade jemand an der Tafel, bekommt er beim nächsten Abgleich einen Hinweis, dass die Überwachung gelöscht wurde — eintragen kann er danach nichts mehr.

ℹ️ Die Tat bleibt stehen, auch wenn die Zeilen weg sind. Im Audit-Protokoll des Einsatzes steht, welche Überwachung entfernt wurde und von wem; im Anwendungsprotokoll ebenfalls. Verschwinden ohne Spur wäre das Gegenteil dessen, wofür dieses Werkzeug gebaut ist.

Die Überwachung übergeben

Du führst die Überwachung und musst weg — Schichtwechsel, oder Du gehst selbst unter Gerät. Neben dem Namen des Überwachers steht dafür der Knopf Übergeben — er erscheint, solange die Überwachung läuft und Du sie führst. Er öffnet ein Fenster mit drei Wegen:

1 · An einen angemeldeten Benutzer. Du wählst ihn aus der Liste. Er weist sich mit seinem Konto aus und kann an jedem Gerät weiterarbeiten — auch an seinem eigenen Tablet. Der Name kommt aus dem Konto, nicht aus einem Textfeld: So steht im Nachweis niemand, der davon nichts weiß.

2 · An jemanden ohne Konto. Du tippst den Namen. Das ist der Weg für den Kameraden, der an diesem Tablet weitermacht.

⚠️ Ohne Konto bindet die Überwachung an dieses Gerät. Es gibt dann keinen anderen Ausweis als die Kennung dieses Browsers — wer das Tablet weglegt oder einen anderen Browser nimmt, kann nichts mehr eintragen. Der Dialog sagt es Dir vorher.

3 · An niemanden — zur Übernahme freigeben. Die Überwachung steht danach wieder auf frei: Niemand führt, und jeder mit dem Recht Atemschutz führen kann sie mit einem Klick übernehmen — ohne Anfrage. Der Weg für den Fall, dass Du gehen musst und noch nicht feststeht, wer weitermacht.

Übergeben ist kein Abschluss. Auch „an niemanden" beendet nichts: Draußen steht weiter ein Trupp, die Timer zählen weiter, der Rückzugsdruck gilt. Es wechselt nur, wer schreiben darf — beendet wird über Abschließen, und das ist ein anderer Knopf.

Übergeben darf, wer führt — oder wer eine laufende Überwachung ohnehin übernehmen dürfte (Einsatzleitung mit dem Recht Atemschutz freigeben, und der Administrator). Nimmt die Einsatzleitung sie ab, steht im Nachweis, wer es ausgelöst hat. Im Nachweis steht danach, wer ab wann geführt hat — das ist die Kernfrage jeder Nachbereitung.

📡 Ohne Netz geht auch das. Die Übergabe wird im Gerät festgehalten, die Tafel zeigt sofort den neuen Überwacher (bei „an niemanden": wieder „noch niemand"), und beim nächsten Netz geht sie raus.

ℹ️ Den anderen Weg gibt es weiterhin: Wer übernehmen will, kann eine Anfrage stellen — Du siehst sie im Balken und gibst frei. Beide Wege führen zum selben Ergebnis; die Anfrage ist der Weg von unten, das Übergeben der von oben.

MAYDAY — wenn ein Trupp in Not gerät

Die FwDV 7 nennt den Notruf eines Trupps MAYDAY. Im Erfassungsdialog eines Trupps im Einsatz findest Du dafür einen lila Knopf mit einem Blitz. Er hängt an keiner weiteren Bedingung: Ob „am Einsatzort" gemeldet ist oder schon ein Druck erfasst wurde, spielt keine Rolle.

So dokumentierst Du sie:

  1. Öffne die Kachel des Trupps.
  2. Drück auf MAYDAY. Es öffnet sich ein Fenster über der Erfassung.
  3. Schreib auf, was Du weißt — wo der Trupp ist und was passiert ist. Zum Beispiel: „2. OG hinten links, Trupp meldet Leitungsverlust."
  4. MAYDAY dokumentieren.

Festgehalten werden Uhrzeit, der Trupp mit allen Trägern, die zuletzt erfassten Drücke und Dein Kommentar.

ℹ️ Die Drücke tippst Du nicht ab. Es sind die zuletzt dokumentierten — die stehen schon im Nachweis. Ein zweites Eingabefeld wäre eine zweite Wahrheit daneben, und im Ernstfall die falsche.

⏱️ Der Abfragetakt läuft weiter, der Rückzugsdruck gilt unverändert. Eine Notlage ändert nichts daran, wie viel Luft der Trupp für den Rückweg braucht — im Gegenteil: Genau jetzt ist die nächste Abfrage wichtig.

In der Übersicht ist der Trupp danach nicht zu übersehen: Seine Kachel bekommt einen lila Rahmen, pulst, und trägt direkt hinter dem Truppnamen die Marke „MAYDAY seit 14:32" mit einem blinkenden Blitz. Meldest Du mehrfach, bleibt die Uhrzeit der ersten Meldung stehen — die Frage im Nachgang lautet „seit wann?". Läuft die Tafel auf einem zweiten Gerät, wird der Notruf dort auch angesagt.

ℹ️ Warum lila und nicht rot? Rot sagt auf dieser Tafel schon dreierlei: Rückzugsdruck erreicht, Abfrage überfällig, Einsatz läuft. Eine Notlage ist etwas anderes als eine Warnung — sie bekommt eine eigene Farbe, die sonst nirgends vorkommt. So siehst Du auf einen Blick, welcher von mehreren auffälligen Trupps der ist, um den es geht.

ℹ️ Die Kachel kann weiterhin alles. Druck dokumentieren, Rückzug anordnen, Flaschenwechsel, Pause, entlassen — nichts davon wird durch die Notlage gesperrt. Im Gegenteil: Der Takt läuft weiter, und was Du jetzt erfasst, gehört zur Lage.

Die Marke bleibt stehen, bis Du den Trupp entlässt. Es gibt bewusst keinen Knopf „Notlage aufheben": Solange der Trupp draußen ist, ist er der Trupp, um den es geht — auch wenn zwischendurch ein beruhigender Druck gemeldet wird. Zurück ist er erst, wenn er zurück ist. Im Protokoll bleibt das MAYDAY natürlich für immer stehen.

Du kannst mehrfach melden. Eine Lage entwickelt sich; jede Meldung wird als eigene Zeile protokolliert. Der Kommentar ist kein Pflichtfeld — wenn Du gerade nicht tippen kannst, setz das MAYDAY trotzdem ab. Uhrzeit, Trupp und Drücke stehen dann trotzdem fest.

Wo es landet:

  • Im Protokoll der Überwachung und im gedruckten Atemschutznachweis.
  • Im Einsatztagebuch, wenn die Überwachung zu einem Einsatz gehört — mit Truppbezeichnung, den Namen der Träger, den Drücken und Deinem Kommentar. Verbindest Du die Überwachung erst später mit einem Einsatz, wird die Lage dort nachgetragen.

📡 Ohne Netz geht das genauso. Die Meldung liegt im Gerät und geht raus, sobald das ETB wieder erreichbar ist — wie jede andere Erfassung auch.

Wenn das Netz weg ist

Damit die Tafel draußen da ist, ruf einmal mit Netz irgendeine Atemschutzseite auf — die Liste Werkzeuge → Atemschutz, die Auswahlansicht oder eine einzelne Tafel. Jede davon holt sich im Hintergrund die Tafeln der anderen Überwachungen auf das Gerät; Du musst sie nicht einzeln anklicken. Danach kommst Du auch im Flugmodus in jede davon hinein. Die Tafel, die Du gerade offen hast, legt sich zusätzlich nach wenigen Sekunden von selbst noch einmal beiseite.

⏱️ Die Restzeit kann nach einem Neuladen ohne Netz kurz leer sein. Die Tafel, die das Gerät dann ausliefert, ist ein Abbild von vorhin — ihre Restzeit wäre die von damals. Statt eine falsche Zahl zu zeigen, bleibt das Feld leer, bis der Takt aus dem Gerät oder vom ETB bestätigt ist. Meist ist das sofort der Fall; steht dort dauerhaft nichts, frag den Trupp ab — dann setzt Du den Takt neu.

ℹ️ Vorgeladen werden höchstens fünf Überwachungen, und nur laufende oder freie. Eine abgeschlossene wird draußen nicht mehr gebraucht — und jede vorgeladene Tafel legt Klarnamen und Drücke auf dem Gerät ab. Die Tafel, die Du offen hast, zählt nicht mit: Sie ist ohnehin schon da.

Die Einsatznummer ist unsere, nicht die der Leitstelle: E#042, dieselbe, die auch in der Kennung der Überwachung steht (E#042-AÜ#01). In der Übersicht im ETB findest Du die Nummer der Leitstelle dahinter in Klammern — sie hilft, wenn Du mit ihr sprichst.

Keller, Tiefgarage, Funkloch am Waldrand — das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die Tafel arbeitet deshalb zuerst im Gerät. Sie rechnet den Zustand jedes Trupps selbst — Drücke, Rückzugsdruck, Reservebalken, Takt — und schickt danach an den Server. Ob eine Verbindung steht, ändert am Arbeiten nichts; es ändert nur die Farbe der Leiste oben.

Ohne Verbindung geht alles: eine neue Überwachung anlegen und übernehmen, Trupps anlegen, einsetzen, abfragen, Flasche wechseln, Pause, Rückzug anordnen, MAYDAY melden, entlassen, die Überwachung übergeben, abschließen und sie nachträglich mit einem Einsatz verbinden. Was so entsteht, hat noch keine Nummer vom Server, steht aber sofort als Kachel da und lässt sich vollständig bedienen. Sofort heißt sofort: Jede Eintragung wird örtlich gerechnet und gleich gezeichnet — Du wartest nie auf den nächsten Abgleich.

⚠️ Das eine, was nicht geht: eine Übernahme aushandeln. Anfragen, bestätigen und ablehnen brauchen Verbindung — dabei muss das ETB die Kennung des übernehmenden Geräts prüfen, und zwei Geräte, die beide glauben zu führen, sind genau der Zustand, den dieses Modul verhindert.

Das aktive Übergeben über den Knopf neben Deinem Namen geht dagegen ohne Netz: Es wird im Gerät festgehalten und beim nächsten Abgleich übertragen. Bis dahin ist der Wechsel auf Deiner Tafel wirksam.

Ebenso wirkungslos bleibt ohne Netz der Knopf „Übernahme anfragen" auf einer Überwachung, die jemand anders führt — er ist eine Anfrage an den Überwacher, keine Übernahme, und der muss sie erst sehen.

ℹ️ Auch das Anlegen trägt seine eigene Uhrzeit. Legst Du um 14:03 ohne Netz eine Überwachung an und kommst um 16:20 wieder ins Netz, steht in der Zeitleiste des Einsatzes 14:03 — mit dem Zusatz „(nachgetragen 16:20)", so wie bei jedem anderen nachgereichten Vorgang. Geht die Uhr des Geräts um mehr als zwei Stunden falsch, gilt stattdessen die Serverzeit; das steht dann ebenfalls dabei.

Die Liste im ETB kennt sie auch

Was Du ohne Verbindung angelegt hast, steht auch in der Liste unter Werkzeuge → Atemschutz — ganz oben, mit der Marke „Noch nicht übertragen" in der Status-Spalte und einem Öffnen-Knopf wie jede andere Zeile. Vorher fehlte sie dort, und eine leere Liste liest sich wie „nichts angelegt".

Kommt keine Antwort vom Server:

  1. Der Eintrag geht in eine Warteschlange im Gerät, der Dialog schließt sich wie sonst auch.
  2. Die Kachel zeigt sofort die neuen Drücke und den neuen Timer und bekommt die Marke „noch nicht übertragen". Die Marke bleibt, bis der Eintrag wirklich durch ist — auch dann, wenn die Kachel zwischendurch neu gezeichnet wird oder in ein anderes Band wandert.
  3. Ein gelber Balken über der Tafel sagt, wie viele Einträge warten: „1 Eintrag noch nicht übertragen — er liegt im Gerät und geht mit seiner Uhrzeit raus, sobald wieder Verbindung da ist." Steht der Balken auf der Einsatzakte statt auf der Tafel, nennt er zusätzlich sein Thema („Atemschutzüberwachung: …").
  4. Sobald die Verbindung wieder steht, gehen sie der Reihe nach raus — jeder mit seiner eigenen Uhrzeit.

Ein um 14:07 abgefragter Druck steht also auch dann als 14:07 im Nachweis, wenn er erst um 14:41 durchkommt; im Protokoll ist er als nachgetragen gekennzeichnet. Nichts geht verloren, und nichts wird doppelt eingetragen.

ℹ️ Läuft die Sitzung ab, während Einträge warten, holt sich die Tafel im Hintergrund ein frisches Sicherheitsmerkmal und schickt den Eintrag noch einmal — ein einmal abgewiesener Nachtrag ist also nicht verloren. Erst wenn wirklich niemand mehr angemeldet ist oder der Server ihn auch nach mehreren Anläufen zurückweist, meldet die Tafel ihn Dir. Dann anmelden und den Wert noch einmal eintragen.

Wenn der vorderste Eintrag hängt. Der Server kann auch antworten „gerade nicht" — etwa weil er den Vorgang, den Du nachreichst, in diesem Moment nicht nachschlagen kann. Dann bleibt der Eintrag liegen und wird weiter versucht; er geht nicht verloren, und der Trupp dahinter auch nicht. Damit das nicht still geschieht, sagt der Balken es dazu:

„… Der erste Eintrag hängt: Der Server hat ihn 3-mal nicht angenommen und wird weiter gefragt."

Bleibt es dabei, meldet die Tafel den Eintrag nach zehn Anläufen — gut zwei Minuten — als abgelehnt, mit den gemessenen Drücken im Meldungsbalken. Dann trag ihn von Hand nach. So oder so gilt: Die Warteschlange steht nie lautlos still.

Einen Trupp ohne Verbindung entlassen

Entlassen ist ohne Verbindung kein Sonderfall. Du siehst denselben Ablauf wie mit Netz — die Tafel zeichnet ihn aus dem, was auf dem Gerät liegt:

  • Die Kachel wandert sofort ins Band „Aus Einsatz entlassen", auch wenn dort vorher niemand stand. Sie zeigt die Zeitspanne („14:02–14:47") und darunter „45 min unter PA".
  • Die Kachel wird ins Blickfeld geholt. Das Band steht ganz unten und liegt auf dem Tablet quer oft außerhalb des Blicks — sonst sähest Du nur, dass die Kachel weg ist. Steht gerade ein Dialog offen oder tippt jemand in ein Feld, bleibt die Ansicht, wo sie ist.
  • Sprachausgaben hören zusätzlich „Atemschutztrupp 1 ist entlassen — jetzt unter ‚Aus Einsatz entlassen‘". Auf dem Bildschirm steht dieser Satz nicht — dort spricht die gewanderte Kachel für sich.
  • „Historie →" öffnet sich auch ohne Verbindung: beide Träger mit Start → Ende in bar, die Dauer unter Pressluftatmer und die volle Protokolltabelle mit Uhrzeit, Ereignis und Drücken — aus den Einträgen im Gerät, einschließlich derer, die noch auf die Übertragung warten.
  • Ist das Band leer, steht es nicht da: Eine leere Überschrift „Aus Einsatz entlassen 0" kostet auf dem Tablet nur den Platz, den die arbeitenden Bänder brauchen.

ℹ️ „Volles Protokoll" im Historie-Dialog führt auf eine eigene Seite. Sie öffnet sich ohne Verbindung nur, wenn Du sie vorher schon einmal aufgerufen hast — dann im zuletzt gesehenen Stand. Die Historie im Dialog ist der aktuelle Stand.

ℹ️ Die Historie gibt es für jeden Trupp — auch für einen, den Du ohne Verbindung neu angelegt hast und der noch läuft. Du brauchst nicht zu warten, bis er entlassen ist oder der Server ihn kennt: Gezeichnet wird aus denselben Einträgen im Gerät, die auch seine Kachel speisen.

Eine Überwachung, die dieses Gerät nicht kennt

Wurde eine Überwachung nie auf dieses Gerät geladen — sie entstand erst, nachdem Du losgefahren bist, oder der Zwischenspeicher wurde geräumt —, öffnet sich ohne Verbindung trotzdem eine Tafel: ein leeres Gerüst, das jedes Gerät vorhält. Darüber steht dann rot:

Ohne Verbindung — dieses Gerät kennt diese Überwachung nicht. Angezeigt wird, was hier gespeichert ist. Einträge werden gesammelt und nachgereicht; ob sie angenommen werden, entscheidet das ETB — wenn ein anderes Gerät diese Überwachung führt, werden sie abgelehnt.

Du kannst dort arbeiten und dokumentieren, aber Du arbeitest ins Ungewisse: Die Trupps dieser Überwachung stehen nicht da, und was Du einträgst, nimmt das ETB nur an, wenn zum Zeitpunkt des Ereignisses niemand anders geführt hat. Sobald die Verbindung wieder steht, verschwindet der Balken, der echte Stand wird gezeichnet, und der Name des Überwachers erscheint im Kopf.

Auf dem Gerüst gibt es außerdem keine Namensknöpfe für die Atemschutzgeräteträger — es weiß nicht, wer im Einsatz ist, und soll keine Namensliste der ganzen Wehr mit sich herumtragen. Dafür steht das Freitextfeld gleich offen: Namen eintippen und weiter.

⚠️ Das Gerüst ist der Rückfall, nicht der Plan. Der sichere Weg steht oben: einmal mit Netz die Liste öffnen, dann liegt die richtige Tafel mit ihren Trupps auf dem Gerät.

Der Abgleich im Hintergrund

Die Tafel lädt sich nie neu. Der Stand kommt als Daten und wird in die vorhandenen Kacheln geschrieben — ein offener Erfassungsdialog mit getippten Werten bleibt dabei stehen.

Der Abgleich im Hintergrund hält sich dabei an drei Regeln — zwei Dinge fasst er nie an:

  1. einen offenen Dialog,
  2. ein Feld, in dem Du gerade tippst,
  3. eine Kachel, für die noch etwas in der Warteschlange liegt — auf sie werden keine Server-Zahlen geschrieben. Gezeichnet wird sie trotzdem, und zwar mit dem Stand aus dem Gerät: Protokoll vom Server plus dem, was noch wartet. Der ist der neuere.

Nach einer eigenen Eintragung werden die Zahlen dagegen sofort nachgeführt: Ein Dialog, der jetzt noch die alten Werte zeigte, wäre nicht „unangetastet", sondern falsch.

Die Kachel führt sich selbst nach

Im Fuß jeder Kachel stehen zwei Zeilen, und sie bedeuten immer dasselbe:

  • oben, seit wann der Zustand gilt — „im Einsatz seit 14:02" bzw. „pausiert seit 14:31",
  • unten, wann zuletzt gemessen wurde — „letzte Abfrage 14:32" oder „noch keine Abfrage". Diese Zeile bleibt auch in der Pause stehen: Der Trupp steht dann, seine Luft nicht.

Links daneben steht entweder die Restzeit oder „pausiert". Beides schaltet die Tafel von selbst um — auch dann, wenn ein anderes Gerät die Pause gesetzt oder aufgehoben hat. Die Seite von Hand neu zu laden ist dafür nicht mehr nötig. Wer sich die Tafel vorlesen lässt, bekommt den Wechsel als „Atemschutztrupp 1: Abfrage angehalten" angesagt.

Der Erfassungsdialog führt sich genauso nach. Die Werte darin — Start, Einsatzort, Anmarsch, der Vermerk zum Flaschenwechsel, Rückzug ab und der Reservebalken samt Marke — stehen nach jeder Eintragung sofort richtig da, nicht erst nach einem Neuladen. Kommt ein Rückzugsdruck neu dazu, wird er zusätzlich angesagt („Atemschutztrupp 1, Meyer: Rückzugsdruck 100 bar") — es ist die wichtigste Zustandsänderung dieser Tafel.

Nachträge nach einer Übernahme

Ein Tablet, das eine Stunde ohne Verbindung geführt hat, bekommt seine Einträge auch dann noch unter, wenn inzwischen jemand anders die Überwachung übernommen hat. Maßgeblich ist, wer zum Zeitpunkt des Ereignisses führen durfte — nicht, wer jetzt führt.

Ohne das fehlte im Nachweis eine Stunde Einsatz, und die Lücke wiese sich nicht als Lücke aus. Wer damals nicht führte, kommt auch nachträglich nicht hinein; ebenso wenig, wer in eine bereits abgeschlossene Überwachung schreiben will.

⚠️ Und wo diese Zusage endet: nach zwei Stunden. Liegt das Ereignis mehr als zwei Stunden zurück und hat inzwischen jemand anders übernommen oder abgeschlossen, werden die gepufferten Einträge abgewiesen. Die Tafel sagt es Dir mit einem roten Balken, der Uhrzeit und Vorgang nennt — trag sie dann von Hand nach.

Das ist Absicht und keine Panne: Nach zwei Stunden kann das ETB nicht mehr unterscheiden, ob eine Zeit wirklich im Funkloch entstanden ist oder eben behauptet wird. Ließe es sie durch, behielte ein früherer Überwacher dauerhaft Schreibrecht auf einen fremden Nachweis.

Praktisch trifft es nur den seltenen Fall sehr langes Funkloch und Wechsel in der Zwischenzeit. Bleibt die Führung bei Dir, werden auch Einträge von vor Tagen noch angenommen — sie tragen dann aber die Serverzeit und den Vermerk „Gerätezeit unplausibel", weil das ETB eine gemeldete Zeit nur bis zwei Stunden Abstand übernimmt. Sie stehen also im Nachweis, nur nicht an der Stelle, an der sie passiert sind.

ℹ️ Damit die Tafel auch nach einem Neustart des Tablets ohne Netz noch aufgeht, legt sie sich die zuletzt gesehene Fassung beiseite. Das funktioniert nur über HTTPS — auf einer Test-Instanz ohne Zertifikat nicht.

ℹ️ Was auch ohne Verbindung nicht geht: einen Einsatz wählen, den das Tablet noch nie gesehen hat. Die offenen Einsätze und die AGT-Vorschläge werden mitgespeichert, aber immer nur im zuletzt bekannten Stand. Für diesen Fall gibt es das nachträgliche Verbinden.

⚠️ Die Warteschlange rettet, was eingetragen wurde. Sie ersetzt nicht den Blick auf die Uhr: Solange der Balken steht, weiß der Server nichts von Deinen Einträgen — wer parallel an einem anderen Gerät mitliest, sieht den alten Stand.

⚠️ Der Zwischenspeicher der Tafel gehört dem angemeldeten Menschen. Beim Abmelden wird er geleert, und meldet sich am geteilten Fahrzeug-Tablet jemand anders an, werden die gespeicherten Tafeln des Vorigen ebenfalls geräumt — der Nächste soll keine fremden Klarnamen und Drücke vorfinden. Das gilt auch für den örtlich gespeicherten Stand, aus dem die Tafel ohne Verbindung rechnet: Sobald das Gerät wieder Verbindung hat und erkennt, dass jemand anders angemeldet ist, wirft es ihn weg. Noch nicht übertragene Einträge und ohne Verbindung angelegte Überwachungen bleiben: Sie sind Nachweis, und ein Wechsel am Gerät darf ihn nicht vernichten. Nach so einem Wechsel ist das Gerät für draußen allerdings wieder „kalt" — öffne die Liste einmal mit Netz.

Wer darf was

sehen führen übergeben verbinden löschen
Administrator
Einsatzleiter, Lage
Disponent, SP-Disponent
Gast
über den Tablet-Zugang nur die eigene
  • sehen (atemschutz.view) — Übersicht, Tafel und Protokolle, lesend.
  • führen (atemschutz.fuehren) — anlegen und eine freie Überwachung übernehmen. Wer führt, ist der Einzige, der darin schreiben darf.
  • übergeben (atemschutz.freigeben) — eine laufende Überwachung weitergeben, ohne der bisherige Überwacher zu sein. Dasselbe Recht erlaubt auch, eine offene Übergabe-Anfrage abzulehnen: Die harmlosere der beiden Richtungen darf nicht die höhere Hürde haben.
  • verbinden (atemschutz.verknuepfen) — eine Überwachung ohne Einsatzbezug nachträglich einem Einsatz zuordnen.
  • löschen — kein Recht, sondern die Rolle: allein der Administrator, und nur in der AÜ-Liste. Vergeben lässt sich das nicht.

ℹ️ Wer die Administration öffnen darf, darf überall schreiben. Das Recht admin.access hebt die Schreibsperre in jeder laufenden Überwachung auf — auch in einer fremden. Gedacht ist das für den Fall, dass ein Tablet ausfällt und jemand von innen weitermachen muss. Wer eine eigene Rolle baut und ihr dieses Recht gibt, gibt ihr also auch das mit.

Der amtierende Überwacher darf seine eigene Überwachung immer übergeben — das hängt an der Überwacher-Eigenschaft, nicht am Recht.

⚠️ Dein Bereich gilt auch hier. Gehört die Überwachung zu einem Einsatz außerhalb Deines Bereichs — das betrifft vor allem den SP-Disponenten —, bekommst Du in Tafel, Protokoll und Ausdruck keine Menschen zu sehen: Statt der Namen der Träger, des Erfassers und der Notiz steht dort ein Gedankenstrich. Die Überwachung selbst, die Truppnamen, die Zeiten und die Zahlen bleiben sichtbar — sie sind kein Geheimnis. Der Tablet-Zugang ist davon nicht betroffen: Er hat keinen Bereich, sondern den Zettel am Fahrzeug, und der gilt für diese Wehr.

Ohne Anmeldung arbeiten

Am Fahrzeug meldet sich niemand an. Dafür gibt es eine eigene Adresse mit QR-Code, die ein Administrator unter Atemschutz verwalten findet — dort auch als Aushang zum Ausdrucken. Wer ihn scannt, landet direkt auf der Übersicht und kann Überwachungen sehen und führen — sonst nichts. Kein Postfach, keine Einsatzakte, keine Verwaltung.

Trag beim Übernehmen Deinen Namen ein: Am Tablet ist er das Einzige, was den Erfasser benennt, und er steht in jeder Protokollzeile.

⚠️ Der Aushang öffnet alle Überwachungen — samt Freitext. Es ist ein Code für die ganze Wehr, nicht einer je Überwachung. Wer ihn abfotografiert, sieht auch die Namen der Atemschutzgeräteträger und jede MAYDAY-Notiz — also den dokumentierten Aufenthaltsort eines Trupps in Not, auch in Einsätzen, die ihn nichts angehen. Häng ihn dort auf, wo er hingehört: im Fahrzeug, nicht am schwarzen Brett.

⚠️ Der Ausdruck ist ein Schlüssel. Wer die Adresse hat, sieht auch die Klarnamen der eingeteilten Atemschutzgeräteträger. Ist ein Zettel abhandengekommen, lässt der Administrator eine neue Adresse erzeugen — die alte gilt dann sofort nicht mehr.