Konzepte

Status & Lebenszyklus

Jeder Einsatz durchläuft einen festen Lebenszyklus — vom Eingang bis zum förmlichen Abschluss. Dieses Thema erklärt die fünf Status, wer sie setzen darf, welche Übergänge das ETB automatisch schaltet und warum der Abschluss bewusst ein zweites Augenpaar verlangt. Es ist das Hintergrund- Kapitel hinter den vielen „mehr zu Status"-Verweisen aus den Einsatz-Themen.

Die fünf Status

Status Kurz-Status Bedeutung
Neu NEU Neu eingegangen, noch keinem Disponenten zugeteilt
Disponent DISPO Einem Disponenten zugewiesen, in Disposition
In Bearbeitung AKTIV Einsatzmittel sind zugewiesen, die Lage läuft
Erledigt FERTIG Abgearbeitet, aber noch nicht förmlich abgeschlossen
Abgeschlossen ABG. Final abgeschlossen, der Einsatz ist zu und gesperrt

Der Kurz-Status und die zugehörige Farbe erscheinen in der Status-Kachel links an jeder Einsatz-Zeile, im Detail-Kopf, je Abschnitt und als Marker auf der Lagekarte — so erkennst Du in einer langen Liste auf einen Blick, wo etwas liegt.

ℹ️ Der Lebenszyklus läuft normalerweise vorwärts: Neu → Disponent → In Bearbeitung → Erledigt → Abgeschlossen.

Wer darf den Status überhaupt setzen?

Jeder Status-Wechsel, den Du selbst von Hand auslöst, verlangt das Recht „Status setzen" (einsatz.status) — und zwar an jeder Stelle im ETB gleichermaßen:

  • das Status-Dropdown in der Einsatz-Zeile der Übersicht,
  • die Sammelaktion „Status" in der Bulk-Leiste,
  • das Status-Dropdown im Einsatz-Detail und den Knopf „Einsatz erledigen",
  • das Status-Feld im Bearbeiten-Formular,
  • das Status-Feld beim Anlegen eines Einsatzes (siehe unten),
  • den Arbeitsplatz „Einsätze abschließen" (dort zusammen mit einsatz.abschluss, siehe unten).

Fehlt Dir das Recht, siehst Du diese Bedienelemente gar nicht erst — im Bearbeiten-Formular steht der Status dann nur als Text da, alle übrigen Felder bleiben normal bearbeitbar.

⚠️ Das Recht „Einsatz bearbeiten" (einsatz.edit) allein reicht dafür nicht. Alle Standard-Rollen, die Einsätze bearbeiten dürfen, haben beide Rechte gemeinsam — für sie ändert sich nichts. Nur bei selbst zugeschnittenen Rollen kann die Kombination „bearbeiten ja, Status nein" entstehen; dann fehlt der Status-Umschalter. Zum Nachschärfen siehe Permission-Matrix.

ℹ️ Die automatischen Übergänge im nächsten Abschnitt sind davon nicht betroffen. Sie sind die Folge einer anderen Aktion, für die Du ohnehin berechtigt sein musst: Wer einen Disponenten zuweisen darf, schiebt den Einsatz damit auf „Disponent"; wer ein Einsatzmittel zuweisen darf, schiebt ihn auf „In Bearbeitung" — auch ohne einsatz.status. Das ist so gewollt: Der Status folgt hier der Arbeit, statt sie auszubremsen.

Automatische Übergänge

Den Status musst Du selten von Hand stellen — das ETB schaltet ihn bei typischen Arbeitsschritten selbst weiter (nur vorwärts):

  • Disponent zuweisen → der Einsatz springt von Neu auf Disponent. Das gilt auch, wenn ein Schwerpunkt den Disponenten setzt (siehe Schwerpunkte).
  • Erstes Einsatzmittel zuweisen → der Einsatz springt auf In Bearbeitung (egal ob er vorher Neu oder Disponent war).

Jeder dieser Automatik-Sprünge erscheint in der Historie mit einer kurzen Begründung (z. B. „automatisch: Einsatzmittel zugewiesen"), damit nachvollziehbar bleibt, wer bzw. was den Status geändert hat.

ℹ️ Diese Automatik-Sprünge sind der einzige Weg, auf dem sich der Status ohne einsatz.status bewegt — und sie gehen immer nur vorwärts bis „In Bearbeitung". „Erledigt" und „Abgeschlossen" setzt nie das System, sondern immer ein Mensch mit dem passenden Recht.

Status beim Anlegen

Ein neu angelegter Einsatz startet in Neu (Einsatz anlegen & bearbeiten). Legst Du ihn bewusst mit einem anderen Status an, ist das ein Status-Wechsel wie jeder andere — es gelten dieselben Rechte:

  • Abweichender Status (z. B. direkt „In Bearbeitung", weil Du einen zurückliegenden Einsatz nachträgst) → Recht „Status setzen" (einsatz.status).
  • Direkt „Abgeschlossen" → zusätzlich „Einsatz abschließen" (einsatz.abschluss). Das Vier-Augen-Prinzip gilt beim Anlegen genauso wie beim Abschließen eines laufenden Einsatzes — es lässt sich nicht dadurch umgehen, dass ein Einsatz gleich fertig angelegt wird.

Ohne einsatz.status legst Du Einsätze immer als Neu an; das Status-Feld ist dann keine Auswahl, sondern zeigt „Neu" nur als Text.

Legst Du einen Einsatz direkt als Erledigt oder Abgeschlossen an, hält das ETB Dich als die Person fest, die ihn dorthin gebracht hat — die Angaben „Erledigt von" bzw. „Abgeschlossen von" sind also auch bei solchen Nachträgen gefüllt und nicht leer.

ℹ️ Weist Du beim Anlegen gleich einen Disponenten zu, startet der Einsatz wie gewohnt in „Disponent" — das ist ein automatischer Übergang (siehe oben) und verlangt kein zusätzliches Recht.

ℹ️ Einsätze aus Alarm-Mails legt das ETB unverändert immer als Neu an — dieser Weg ist von den Rechten oben nicht betroffen.

Einsatz erledigen

Bist Du mit dem Einsatz durch, setzt Du ihn auf Erledigt — über den Knopf „Einsatz erledigen" im Einsatz-Detail oder das Status-Dropdown in der Übersicht. Dafür reicht das Recht „Status setzen" (einsatz.status) — das haben auch Disponenten. Beim Erledigen kannst Du optional einen Abschluss-Kommentar hinterlassen; bleibt das Feld leer, vermerkt das ETB automatisch einen System-Kommentar („Einsatz von … erledigt.").

Auch das Erledigen setzt voraus, dass kein Abschnitt mehr in Arbeit ist (siehe Abschnitts-Sperre unten). Blockierende Abschnitte zeigen die Dialoge direkt an — mit einem „Erledigen"-Button je Abschnitt, sodass Du sie an Ort und Stelle erledigst und die Aktion automatisch weiterläuft.

Ebenso blockiert eine noch offene Bevölkerungswarnung (siehe unten, „Bevölkerungswarnung sperrt das Erledigen") — und zwar vor der Abschnitts-Sperre geprüft: Blockierende Warnungen öffnen denselben Sofort-Dialog wie oben, nur mit den Warnungen statt der Abschnitte; sind beide Fälle gleichzeitig gegeben, kommt zuerst der Warn-Dialog.

ℹ️ „Erledigt" ist noch nicht der förmliche Abschluss — der Einsatz bleibt bearbeitbar und kann jederzeit wieder aufgemacht werden. Ein Disponent bringt den Einsatz so bis „Erledigt"; den letzten Schritt macht die Einsatzleitung (siehe unten).

Abschließen — das Vier-Augen-Prinzip

Der finale Schritt auf Abgeschlossen ist bewusst getrennt: Er verlangt das Recht „Einsatz abschließen" (einsatz.abschluss) und liegt damit per Default bei Lage, Einsatzleiter und Admin. Ein Disponent kann erledigen, aber nicht abschließen — so schaut beim Abschluss ein zweites Augenpaar drauf.

Lage, EL und Admin setzen den Abschluss über das Status-Dropdown oben (oder die Bulk-Aktion). Dieses Dropdown erlaubt diesen Rollen den freien Wechsel zwischen allen Stufen — also auch rückwärts, falls ein Status einmal zu früh gesetzt wurde.

Wer das Recht nicht hat, findet die Stufe Abgeschlossen in keinem Status-Dropdown und in keiner Bulk-Aktion — diese Rollen bringen Einsätze nur bis „Erledigt".

⚠️ Auf Erledigt oder Abgeschlossen geht ein Einsatz nur, wenn kein Abschnitt mehr in Arbeit ist — also begonnen, aber noch nicht erledigt (z. B. „Im Aufbau", „Im Einsatz"). Geplante (nie begonnene) und erledigte Abschnitte blockieren nicht. An Status-Dropdowns und im „Einsatz erledigen"-Fenster öffnet sich bei blockierenden Abschnitten der Dialog „Abschnitte noch in Arbeit" mit Direkt-Erledigen; im Bulk und im Bearbeiten-Formular kommt eine Meldung. Diese Abschnitts-Sperre ist fachliche Regel und kein Permission-Häkchen — sie wirkt serverseitig überall, wo erledigt oder abgeschlossen wird (Dropdown, Bulk-Aktion, Bearbeiten-Formular und der Abschluss-Arbeitsplatz).

ℹ️ Schwerpunkt-Einsätze schließt Du im Schwerpunkt-Tagebuch ab, nicht im normalen ETB. Der Abschluss-Arbeitsplatz im ETB zählt und listet nur Einsätze ohne Schwerpunkt. Mehr unter Schwerpunkte und in der Einsatz-Übersicht.

ℹ️ Mit dem Abschluss werden die zugewiesenen Einsatzmittel frei: Sobald alle Einsätze eines Einsatzmittels erledigt oder abgeschlossen sind, gilt es wieder als verfügbar. Stellst Du den Status in der Übersicht über das Dropdown um, zieht die EM-Seitenleiste sofort nach (ohne Reload). Details unter Einsatzmittel.

Wiedereröffnen

Hat jemand zu früh auf Abgeschlossen gesetzt, lässt sich der Einsatz wieder öffnen — aus dem abgeschlossenen Zustand kommt man nur auf diesem Weg zurück. Wer das Recht „Einsatz wiedereröffnen" (einsatz.reopen) hat, sieht im Einsatz einen „Wiedereröffnen"-Button.

Per Default liegt dieses Recht bei Admin und Einsatzleiter. Die Lage darf das bewusst nicht — eine getroffene Abschluss-Entscheidung soll nicht versehentlich zurückgedreht werden. Mehr dazu unter Rollen.

Status im Bulk

In der Einsatz-Übersicht kannst Du mehrere Einsätze auf einmal markieren und ihren Status gemeinsam setzen. Es gelten dieselben Regeln wie einzeln:

  • Das Recht „Status setzen" greift — ohne einsatz.status fehlt das Status-Auswahlfeld in der Bulk-Leiste komplett. Die übrigen Sammelaktionen (Wichtigkeit, Disponent) bleiben davon unberührt, sie hängen weiterhin am Bearbeiten-Recht.
  • Das Vier-Augen-Prinzip greift — wer einsatz.abschluss nicht hat, findet Abgeschlossen im Bulk-Status-Dropdown gar nicht erst.
  • Die Abschnitts-Sperre greift — Einsätze mit Abschnitten in Arbeit lassen sich auch im Bulk weder erledigen noch abschließen.
  • Die Warn-Sperre greift ebenfalls (siehe unten) — Einsätze mit einer noch offenen Bevölkerungswarnung lassen sich auch im Bulk nicht erledigen oder abschließen.

Abschnitte haben einen eigenen Lebenszyklus

Abschnitte durchlaufen eigene Stufen — per Default Geplant → Aufbau → Einsatz → Erledigt (die Stufen sind in den Stammdaten administrierbar, Default-Start „Geplant"). Ein Einsatz lässt sich erst erledigen bzw. abschließen, wenn kein Abschnitt mehr in Arbeit ist — das ist die oben genannte Abschnitts-Sperre. Ein Abschnitt, der nie begonnen wurde („Geplant"), blockiert dabei nicht.

Bevölkerungswarnung sperrt das Erledigen

Seit v4.7.5 lässt sich ein Einsatz nicht auf „Erledigt" oder „Abgeschlossen" setzen, solange an ihm eine Bevölkerungswarnung noch offen ist — das gilt für Schwerpunkte analog beim Erledigen/Abschließen (siehe Schwerpunkte).

„Offen" heißt: jede Phase außer „Abgeschlossen" — von einem liegengebliebenen Entwurf bis zur aktiven Warnung. Auch ein nie eingereichter Entwurf zählt: Er ist ein offener Vorgang, der beim Erledigen nicht unbemerkt verschwinden soll.

Der Weg heraus ist immer derselbe: die Warnung bis „Abgeschlossen" führen. Läuft gerade eine aktive Entwarnung, geht das entweder über den gewohnten Abschluss-Knopf auf der Warnungs-Detailseite oder — neu — direkt im Sperr-Dialog (siehe unten), mit demselben Recht (mowas.release) und demselben Vier-Augen-Prinzip.

Am Status-Auswahlfeld in Übersicht und Detail sowie beim Erledigen/Abschließen eines Schwerpunkts öffnet sich bei einer blockierenden Warnung sofort der Dialog „Bevölkerungswarnung noch offen" — genau wie der bereits bekannte Dialog für offene Abschnitte, statt dass Du den Wechsel erst versuchst und dann eine Fehlermeldung bekommst. Er listet jede blockierende Warnung mit Nummer und Phase und einem „Abschließen"-Button je Zeile.

Nutzbar ist dieser Button nur bei einer aktiven Entwarnung, mit dem Recht „Bevölkerungswarnung freigeben" (mowas.release) und nur, wenn eine andere Person abschließt als die, die eingereicht hat (Vier-Augen-Prinzip — nur der Administrator darf sich darüber hinwegsetzen). Ist das (noch) nicht der Fall, bleibt der Button sichtbar, aber ausgegraut, und direkt darunter steht der Grund (z. B. „Du hast diese Entwarnung eingereicht — der Abschluss muss durch eine andere Person erfolgen") — statt ihn wortlos wegzulassen. In jeder anderen Phase bleibt der Weg nur über die Warnung selbst: Dialog schließen und dort bis „Abgeschlossen" führen. Sind danach alle blockierenden Warnungen abgeschlossen, läuft die ursprüngliche Aktion automatisch weiter: Beim Einsatz folgt noch die Prüfung auf offene Abschnitte, dann wird erledigt bzw. abgeschlossen.

Die Sperre selbst greift serverseitig an allen Wegen, an denen Du einen Status setzt — den Sofort-Dialog gibt es aber nur an den beiden Stellen oben. An den folgenden drei bekommst Du weiterhin erst nach dem Versuch eine Meldung:

  • der Sammelaktion „Status" im Bulk,
  • dem Status-Feld im Bearbeiten-Formular,
  • dem Abschluss-Modal (Arbeitsplatz „Einsätze abschließen") — hier zeigt das Fenster die Sperre weiterhin bereits vorab an, mit einem Link zur blockierenden Warnung, statt erst beim Klick abzuweisen.

ℹ️ Wer die Warnung sehen darf (Recht mowas.view), bekommt im Dialog bzw. in der Meldung Nummer, Zyklus und Phase der blockierenden Warnung(en) genannt (ab der sechsten gekürzt: „… und 3 weitere"). Wer mowas.view nicht hat — der Schwerpunkt-Disponent kann dieses Recht nie bekommen —, sieht den Dialog trotzdem, aber nur mit einem allgemeinen Hinweis ohne Nummer, Zyklus, Anzahl oder Liste. Gesperrt wird in beiden Fällen gleich streng, nur der Wortlaut unterscheidet sich.

ℹ️ Hat ein Einsatz oder Schwerpunkt sowohl eine offene Warnung als auch Abschnitte bzw. Einsätze in Arbeit, öffnet sich zuerst der Warn-Dialog bzw. nennt die Meldung zuerst die Warnung — sie geht an die Bevölkerung und wiegt schwerer.

Verwandte Konzepte

  • Schwerpunkte haben mit Aktiv → Pausiert → Erledigt → Abgeschlossen einen eigenen Status-Verlauf (interne Keys: aktiv, pausiert, geschlossen, archiviert), und auch dort gilt ein Vier-Augen-Prinzip: Erledigen/Abschließen verlangt zusätzlich schwerpunkt.close. Ein Schwerpunkt lässt sich erledigen, sobald alle seine Einsätze mindestens erledigt sind — dieselbe Warn-Sperre wie beim Einsatz (siehe oben) blockiert zusätzlich, solange am Schwerpunkt selbst eine Bevölkerungswarnung offen ist; abgeschlossene Schwerpunkte reaktiviert nur ein Administrator. Mehr unter Schwerpunkt-Übersicht.
  • Welche Rolle welches Status-Recht per Default hat, steht unter Rollen und Permission-Matrix.

Was als nächstes?