Die Seite Wetter (Sidebar → Lage → Wetter) zeigt für Deine
Beobachtungsgebiete die amtlichen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes
und die aktuellen Messwerte — dazu eine Karte mit Warnflächen, Regenradar,
Blitzen und der Wetter-Rose. Sie braucht das Recht wetter.view und das
freigeschaltete Zusatzmodul „Wetter"; fehlt eines von beidem, gibt es weder
den Menüpunkt noch die Seite.
ℹ️ Das Wetter ist ein zubuchbares Modul. Ist es nicht freigeschaltet, bleiben Menüpunkt, Seite und die Wetter-Ebenen der Lagekarte unsichtbar — unabhängig von den vergebenen Rechten. Freischaltung und Gebiete pflegst Du unter Wetter verwalten.
Der Kopf: Gebiet, Stand, Aktualisierung
Hast Du mehrere Gebiete hinterlegt, stehen sie oben als Knöpfe — die eigene Gemeinde zuerst, danach Nachbarn und Kreis. Der gewählte Knopf ist voll gefüllt. Bekommt ein Gebiet gerade keine Daten, trägt sein Knopf eine rote Umrandung.
Daneben steht „Stand: …". Diese Angabe ist wichtiger, als sie aussieht:
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| gerade eben / vor 2 Minuten | Frisch beim DWD geholt. |
| Letzter bekannter Stand … | Der DWD war nicht erreichbar; Du siehst ältere Daten. |
| unbekannt | Es liegen gar keine Daten vor. |
Der letzte Fall ist der gefährliche: „Warnlage unbekannt" heißt nicht „keine Warnung". Deshalb sieht dieser Zustand bewusst anders aus als die Ruhe-Anzeige und sagt es auch ausdrücklich.
Rechts stellst Du das Live-Intervall ein (Aus / 10 s / 30 s / 60 s; vorbelegt 60 s). Die Seite lädt sich dann selbst neu — außer Du arbeitest gerade mit der Karte (Zeitleiste zurückgespult oder eine Wetter-Rose gesetzt). Dann wird der Neuaufbau verschoben, bis Du fertig bist.
In der Werkzeugleiste darüber liegt „Lagebild drucken" (siehe unten) und rechts das „?" mit dieser Hilfe.
Die Messwerte
Vier Kacheln: Temperatur, Wind, Böen, Niederschlag. Unter
jeder Zahl steht die Einordnung — beim Wind zum Beispiel
N → S · aus 20°. Die Windstärke in Beaufort steht an der Wind-Kachel,
nicht an den Böen: Die Skala ist auf den mittleren Wind definiert.
Direkt unter den vier Zahlen steht, woher sie kommen — entweder „Modellwerte für diesen Ort" oder „Gemessen an Station … (11,2 km entfernt)". Vier große Werte ohne diese Angabe wären im Zweifel eine Falschaussage.
⚠️ Wind: „aus" und „nach" nicht verwechseln. Meteorologisch wird die Richtung genannt, aus der der Wind kommt. Einsatztaktisch zählt aber, wohin er Rauch, Gefahrstoff und Funkenflug trägt. Das ETB nennt deshalb immer beides:
N → Sbedeutet „aus Norden nach Süden".
Ein fehlender Messwert steht als — mit dem Zusatz Messwert fehlt —
niemals als 0. Null Grad ist eine Messung, kein fehlender Wert.
Unter „Weitere Messwerte und Quelle" stehen Luftfeuchte, Sicht, Bewölkung, Messstation samt Entfernung und Messzeitpunkt. Die Entfernung gehört dazu: Eine Messung aus 11 km Entfernung ist keine Messung an Deinem Standort. Trägt die Zusammenfassung die Marke „Hinweis" oder „Modellwert", gibt es dort etwas zu lesen — zum Beispiel, dass die festgelegte Messstation gerade nichts liefert und ersatzweise die nächstgelegene angezeigt wird.
ℹ️ Messung oder Modellwert? Der Administrator legt unter Wetter verwalten fest, woher die Kennzahlen kommen: Modellwerte gelten für Deine Koordinate — keine Messung, dafür am richtigen Punkt; sie stehen dann mit dem Namen des Modells (beim DWD „DWD-Modell (MOSMIX)") ohne Entfernungsangabe da. Stationsmessungen sind echte Messwerte, im dünnen DWD-Netz aber oft aus zehn Kilometern Entfernung und einer anderen Höhenlage. Voreingestellt sind die Modellwerte. Die Anzeige sagt immer, was von beidem sie zeigt.
Die nächsten 24 Stunden
Unter den Messwerten liegt die Vorschauleiste: je eine Spalte für die nächsten 24 Stunden mit Temperatur (Farbstreifen), Niederschlag und Böen (Säulen); die Legende darunter erklärt die vier Elemente. Auffällige Stunden sind gerahmt und hinterlegt — die Aussage hängt nie allein an der Farbe. Oben steht die erste davon im Klartext, zum Beispiel „Vorhersage: kräftige Böen in 5 Stunden".
Das ist der eigentliche Zugewinn gegenüber einer Wetter-App: Eine Warnung kommt, wenn die Lage da ist — Du brauchst die Zeit davor, um Kräfte zu disponieren, Bereitschaft zu beordern oder den Gerätewart zu wecken. Genannt wird deshalb die erste auffällige Stunde, nicht die schlimmste: Die Vorwarnzeit ist die Aussage.
Tippe eine Stunde an — die vollständigen Werte erscheinen in der Zeile über der Leiste (auf dem Tablet gibt es kein Mouseover).
⚠️ Die Leiste ist keine Warnstufe. Sie sagt „hier passiert etwas", nicht „Stufe N", und ersetzt keine amtliche Warnung. Deshalb steht dort eine Uhr und kein Warndreieck, und die Wortwahl ist bewusst eine andere als beim DWD („kräftige Böen" statt des amtlichen Ereignisnamens „Windböen").
ℹ️ Lässt sich die Vorhersage gerade nicht holen, entfällt die Leiste ersatzlos — eine Vorhersage von gestern ist keine Vorhersage. Es gibt hier bewusst keinen „letzten bekannten Stand".
Die Warnlage
Rechts (auf dem Handy oben — draußen bei Blendlicht scrollt niemand) steht die Warnlage. Jede Warnung ist eine Karte mit Stufe, Ereignis, Laufzeit und — aufklappbar — Beschreibung und Handlungsempfehlung. Ab Stufe 3 ist der Text von vornherein offen: bei Unwetter ist Sparsamkeit fehl am Platz.
| Stufe | Bezeichnung | Symbol |
|---|---|---|
| — | Vorabinformation | ⓘ |
| 1 | DWD-Stufe 1 · Wetterwarnung | ▲ |
| 2 | DWD-Stufe 2 · Markantes Wetter | ▲▲ |
| 3 | DWD-Stufe 3 · Unwetterwarnung | ▲▲▲ |
| 4 | DWD-Stufe 4 · Extremes Unwetter | ▲▲▲▲ |
⚠️ DWD-Stufen und Bevölkerungswarn-Stufen zählen gegenläufig. Beim DWD ist 1 harmlos und 4 extrem; bei der Bevölkerungswarnung ist 1 die höchste Stufe. Deshalb steht an einer DWD-Stufe im ETB immer das Kürzel „DWD" davor — verlasse Dich nie auf eine nackte Zahl.
Jede Warnkarte trägt links das Warnart-Piktogramm — dasselbe Zeichen, das auch auf der Warnfläche der Karte und in der Warntafel steht (Gewitter, Sturm, Regen, Schnee, Glätte, Frost, Tauwetter, Nebel, Hitze, UV). Farbe und Balken folgen ebenfalls der Warnart, nicht bloß der Stufe. So gehört eine Warnung in der Liste und auf der Karte sichtbar zusammen.
Die Vorabinformation ist keine niedrigere Stufe, sondern eine andere Art Meldung: eine Ankündigung. Sie steht deshalb unter allen laufenden Warnungen und bekommt ein Info-Zeichen statt der Dreiecke.
⚠️ Hitze und UV haben beim DWD eine eigene Skala. Sie werden nicht nach Schweregrad eingestuft — eine Hitzewarnung trägt amtlich den Schweregrad „gering" und wäre als „DWD-Stufe 1" scheinbar harmloser als eine Sturmwarnung. Auf der Karte steht an solchen Warnungen deshalb keine Stufennummer, sondern „eigene Skala des DWD" — in der Warnliste genauso wie auf der Karte —, und in der Karten-Legende stehen Hitze, extreme Hitze und UV neben der Stufenleiter, nicht darin.
Steht über der Liste „Bezogen über den Ausweichweg (DWD-Geodienst)", war die übliche Quelle nicht erreichbar und die Warnungen kommen gerade über den zweiten Weg (siehe Woher die Daten kommen). Die Daten sind dieselben amtlichen — Du sollst es nur wissen, bevor auch der zweite Weg ausfällt.
Eine Warnung in die Lage übernehmen
Unter jeder Warnkarte steht — wenn Du Einsätze kommentieren
darfst (einsatz.comment) und mindestens ein Einsatz läuft — die Auswahl
„In die Lage übernehmen": Einsatz wählen, Übernehmen klicken, fertig.
Die Warnung landet als Kommentar im Einsatz-Tagebuch, mit Stufe, Ereignis,
Gültigkeit, Gebiet, Handlungsempfehlung, Quelle und Übernahme-Zeitpunkt.
Das passiert nur auf Zuruf. Kein Automatismus schreibt ungefragt ins Tagebuch: Wer den Knopf drückt, trifft eine Führungsentscheidung, und der Eintrag trägt seinen Namen.
ℹ️ Der Text wird serverseitig aus der Warnung gebaut und beim Abschicken frisch beim DWD geholt — Du kannst ihn nicht bearbeiten. So kann niemand eigenen Text unter dem Anschein einer amtlichen Meldung ins Tagebuch bringen. Ist die Warnung inzwischen abgelaufen, wird nichts geschrieben.
ℹ️ Angeboten werden nur laufende Einsätze, in die Du auch schreiben darfst — ein Disponent mit Eigentums-Filter sieht hier nur seine eigenen. Das Tagebuch eines abgeschlossenen Einsatzes bleibt eingefroren. Das aktuelle Wetter an einer Einsatzstelle übernimmst Du nicht hier, sondern direkt im Einsatz-Detail.
Die Karte
Unter den Messwerten liegt die Karte des gewählten Gebiets. Drei Schalter, alle anfangs aus:
- Wetterwarnungen — die amtlichen Warnflächen des DWD, schraffiert. Die Schraffur (Punkte, Streifen, Kreuz) kodiert die Stufe zusätzlich zur Farbe und lässt die Karte zwischen den Streifen lesbar. In der Mitte jeder Fläche steht ab mittlerer Zoomstufe das Symbol der Warnart — so siehst Du auf einen Blick, ob es um Gewitter, Sturm, Regen, Schnee, Glätte, Frost, Tauwetter, Nebel, Hitze oder UV geht. Ab Zoom 14 bleibt nur noch die Kante — wer an einer Einsatzstelle arbeitet, braucht die Fläche nicht.
- Aktuelles Wetter — Regenradar mit Zeitleiste und die Wetter-Rose.
- Blitze & Vorhersage — die vom DWD erkannten Blitze und die Vorhersage für die nächste Stunde, auf derselben Zeitachse wie das Radar. Der Name sagt es bewusst dazu: Nicht jedes Zeichen bedeutet „hier hat es eingeschlagen". Ist das Radar noch aus, schaltet dieser Knopf es mit ein — ohne Zeitleiste gäbe es keinen Zeitpunkt, auf den sich die Blitze beziehen könnten.
Die Zeitleiste unter der Karte deckt zwei Stunden Vergangenheit bis zwei Stunden Vorhersage in Fünf-Minuten-Schritten ab. Die Vergangenheit ist durchgezogen gezeichnet, die Vorhersage gestrichelt — die Unsicherheit steckt in der Form, nicht in einer Farbe. Die Beschriftung nennt den tatsächlichen Abstand („−2 h" / „+35 min"), und der Strich „jetzt" steht dort, wo die Vorhersage wirklich beginnt — wie weit der DWD vorausrechnet, schwankt. ▶ spielt ab, ● Live springt zurück auf jetzt. Die Leiste lässt sich auch mit den Pfeiltasten bedienen (Umschalt = 30-Minuten-Sprünge).
ℹ️ Die Schleife wird erst beim Drücken von ▶ geladen, nicht schon beim Betrachten der Karte. Das ist Absicht: Wer nur auf die Lage schaut, soll nicht die ganze Animation herunterladen. Beim ersten Abspielen dauert es deshalb einen Moment; danach läuft die Schleife ohne weitere Abrufe durch. Schwenken und Zoomen holen jeweils nur den gerade sichtbaren Zeitschritt.
Legende einklappen
Auf schmalen Schirmen — Handy, kleines Tablet — nehmen die Legenden viel von der Karte weg. Über der Legende sitzt deshalb ein Knopf „Legende", der sie zusammenklappt. Unter etwa 800 Pixel Breite ist sie von vornherein zugeklappt, darüber offen; Deine Wahl wird gemerkt und gilt auf allen Karten.
Die Zeitleiste des Radars bleibt sichtbar — sie ist Bedienung, keine Beschriftung, und soll nicht erst aufgeklappt werden müssen.
Warum manchmal „keine Warnung" steht, obwohl die Fläche gewarnt ist
Tippst Du in eine orange schraffierte Warnfläche, kann dort trotzdem stehen, dass für diesen Punkt keine eigene Warnung vorliegt. Das ist kein Fehler, sondern ein Unterschied in der Auflösung:
- Herausgezoomt zeigt die Karte die Landkreis-Ebene. Der DWD warnt einen ganzen Landkreis, sobald ein Teil davon die Schwelle reißt.
- Die Punktabfrage löst dagegen auf die Gemeinde auf — und die kann in einem gewarnten Landkreis liegen, ohne selbst gewarnt zu sein.
Damit das nicht wie eine Entwarnung aussieht, nennt das ETB in diesem Fall ausdrücklich die Warnung für das umliegende Gebiet dazu. Zoom hinein, dann zeigt die Karte die einzelnen Gemeinden und beide Angaben decken sich.
Zwei Schärfen, je nach Zoom
Das Radar wird in zwei festen Ausschnitten geholt:
| Ansicht | Ausschnitt | Schärfe |
|---|---|---|
| Gemeinde, Einsatzstelle | regional, rund 100 km | 96 m je Bildpunkt |
| Bundesland, Deutschland | ganz Deutschland | 753 m je Bildpunkt |
Der Wechsel passiert von selbst beim Zoomen. Wichtig dabei: Zoomen und Verschieben innerhalb eines Ausschnitts kosten keinen einzigen Abruf — die Karte vergrößert das Bild, das sie schon hat. Deshalb geht es jetzt flüssig.
Dass das grobe Bild „nur" 753 m je Bildpunkt hat, ist kein Sparzwang: Das Radar misst auf einem Kilometer. Feiner darzustellen würde eine Genauigkeit vortäuschen, die in den Daten nicht steckt.
Warum das Radar beim zweiten Mal sofort da ist
Radar- und Blitzbilder kommen nicht mehr direkt vom Deutschen Wetterdienst in Deinen Browser, sondern über Deine ETB-Installation. Die legt sie kurz ab und gibt sie beim nächsten Mal sofort heraus — für Dich und für alle anderen, die gerade dieselbe Lage anschauen. Zusätzlich holt der Cron-Lauf den jeweils neuesten Zeitschritt für Euer Gemeindegebiet schon vorab, damit beim Öffnen der Karte nichts mehr zu warten ist.
Für die Genauigkeit ändert das nichts: Ein Zeitschritt aus der Vergangenheit steht fest und wird behalten; eine Vorhersage rechnet der DWD alle fünf Minuten neu, und genau so oft wird sie auch bei uns erneuert.
ℹ️ Die Gewitter-Vergangenheit füllt sich erst mit der Zeit. Der Dienst liefert bei jedem Abruf nur „jetzt bis rund +3 Stunden" — die Vergangenheit hat er nicht. Das ETB hebt sie deshalb selbst auf: Der Cron sichert alle fünf Minuten den jeweils ersten Zeitschritt. Nach zwei Stunden Betrieb ist die Leiste vollständig.
Steht die Karte auf „Gewitter: nur ab jetzt", ist genau das der Fall — entweder läuft der Cron noch keine zwei Stunden, oder er läuft gar nicht. Der Regen der Vergangenheit kommt aus einer anderen Quelle und ist davon nicht betroffen; deshalb kann Regen da sein, wo noch keine Blitze sind.
„Vollbild" über der Karte bringt sie auf die volle Fensterbreite — praktisch für die Wand im Führungsraum. Ausschnitt, Zoom, Schalterstellung und eine gesetzte Wetter-Rose bleiben dabei erhalten; zurück geht es über „Verkleinern", das ✕ oder Esc.
Dieselben drei Schalter findest Du auf der Lagekarte und in der maximierten Karte eines Einsatzes — dort setzt „Aktuelles Wetter" die Wetter-Rose sofort auf die Einsatzstelle.
ℹ️ Zwei Auflösungen. Herausgezoomt zeichnet die Karte die Landkreis-Ebene, hineingezoomt die Gemeinde-Ebene — genauso macht es der DWD, der einen ganzen Landkreis warnt, sobald ein Teil davon die Schwelle reißt. Auf der groben Ebene steht in der Legende der Hinweis „Übersicht auf Landkreis-Ebene — hineinzoomen für einzelne Gemeinden": Eine Landkreis-Fläche ist keine Aussage über jede Gemeinde darin.
Die Warntafel
Tippst Du auf die Karte, beantwortet ein Klick beide Fragen: Die Wetter-Rose (siehe unten) zeigt die Messwerte an diesem Punkt, rechts daneben steht die Warntafel mit der Warnlage genau dort. Die Warnfläche selbst hat deshalb kein eigenes Klickfenster mehr — zwei Antworten auf dieselbe Geste wären eine zu viel.
ℹ️ Das funktioniert auch, wenn nur Wetterwarnungen eingeschaltet ist: Dann erscheint die Tafel allein, ohne Wetter-Rose.
Jede Tafel trägt das Symbol der Warnart, die Warnart mit Gebietsnamen („Hitze — Gemeinde Wachtberg"), die Einordnung (DWD-Stufe bzw. „eigene Skala des DWD" bzw. „Vorabinformation"), das Ereignis und die Laufzeit. Eine Warnung, die erst später einsetzt, zeigt „ab …" statt „bis …" — sonst liest sie sich wie eine laufende. Der Hintergrund trägt die DWD-Warnfarbe in einem hellen Ton; die Aussage steht in normaler Textfarbe und bleibt dadurch auch im dunklen Erscheinungsbild lesbar.
- Höchstens drei Warnungen stehen in der Tafel, darüber erscheint „+ N weitere". Die vollständigen Texte samt Handlungsempfehlung findest Du in der Warnlage rechts auf dieser Seite; auf Lagekarte und Einsatzkarte führt dorthin der Link „Vollständige Warnung" in der Textzeile über der Karte.
- Ist die Warnlage nicht abrufbar, sagt die Tafel das ausdrücklich (mit eigenem Symbol) — „nicht gefragt" darf nie wie „keine Warnung" aussehen.
- Die Tafel gehört zur Ebene Wetterwarnungen: Schaltest Du die aus, verschwindet sie mit.
ℹ️ Auf schmalen Bildschirmen blendet sich die Tafel aus. Der Warntext steht dann in der Textzeile oben rechts auf der Karte — derselbe Satz, den auch ein Screenreader vorliest.
Die Wetter-Rose lesen
Tippst Du bei eingeschaltetem „Aktuelles Wetter" auf die Karte, erscheint an dieser Stelle die Wetter-Rose. Sie ist bewusst kein Stecknadel-Symbol mit Infobox: Sie trägt Temperatur, Windrichtung, Windstärke und Böen gleichzeitig und ist auch vom Beamer aus lesbar.
- „N" markiert Norden. Das ist die Angabe, die Du zuerst brauchst: Die Rose dreht sich nicht mit — oben ist immer Norden, wie auf der Karte.
- Der Ring trägt die Temperatur als Farbe — von violett (unter −20 °C) über blau, grün und gelb bis rot (über 40 °C) in Fünf-Grad-Schritten. Die Skala steht als Farbband in der Legende unten links auf der Karte.
- Der Keil zeigt, WOHIN der Wind weht — nicht, woher er kommt. Er wird mit der Windstärke länger und breiter. Bei Windstille steht statt des Keils ein gestrichelter Ring: ein Pfeil der Länge null wäre eine Falschaussage.
- Blaue Zacken zählen die Böen: eine Zacke ab 39 km/h, zwei ab 62 km/h, drei ab 89 km/h. Reichen die Böen deutlich über den mittleren Wind hinaus, erscheint zusätzlich eine blaue Geister-Spitze vor dem Keil.
- Das Schild wiederholt die Temperatur als Zahl. Damit hängt die Aussage nie allein an der Farbe — auch nicht für Farbfehlsichtige oder auf einem Ausdruck in Graustufen.
Oben rechts auf der Karte steht dieselbe Information zusätzlich als Textzeile (HUD): Temperatur, Windrichtung in beiden Lesarten, Windstärke, Böen, die Messstation samt Entfernung, der Stand — und dahinter die Warnlage im Klartext, dieselbe Aussage wie in der Warntafel. Das × blendet Zeile und Rose gemeinsam aus — sie gehören zusammen.
Lagebild drucken
„Lagebild drucken" in der Werkzeugleiste öffnet eine schlanke Druckseite mit allen Beobachtungsgebieten auf einem Blatt: Warnlage, Messwerte und die 24-Stunden-Vorschau als Zahlentabelle. Gedacht für die Lagebesprechung — wer ein Lagebild ausdruckt, hat die Nachbarn im Blick, und ein zweites Blatt für den Nachbarort holt in der Besprechung niemand.
Die Seite ist bewusst schwarz auf weiß (unabhängig davon, ob die App gerade hell oder dunkel läuft), die Warnstufe trägt zusätzlich zur Farbe die abzählbaren Dreiecke und das Kürzel „DWD", und im Kopf stehen Erstellungszeit und Name. Ohne diesen Zeitstempel ist ein ausgedrucktes Wetterbild wertlos, sobald es auf dem Tisch liegt: Man sieht ihm nicht an, ob es von vor fünf Minuten oder von gestern stammt.
Woher die Daten kommen
Warnungen, Warnflächen, Regenradar und Blitze kommen immer vom Deutschen Wetterdienst — daran ist nichts einstellbar. Die Warnungen holt das ETB über den freien Dienst Bright Sky, Flächen, Radar und Blitze direkt aus den DWD-Geodiensten.
Bei den Kennzahlen und der Vorhersage (Temperatur, Wind, Böen, Niederschlag) kann der Administrator zwischen dem Deutschen Wetterdienst und MET Norway wählen — siehe Wetter verwalten. Welcher Dienst gerade liefert, steht in der Zeile „Datenbasis: …" ganz unten auf dieser Seite, im gedruckten Lagebild und im übernommenen Tagebuch-Eintrag. Unterscheiden sich Warn- und Messquelle, werden beide genannt. Die Quellenangabe ist Bestandteil der Nutzungsbedingungen und steht deshalb auf jeder Seite mit Wetterdaten.
⚠️ Läuft die Wehr auf MET Norway und liegt außerhalb Norddeutschlands, fehlen in aller Regel die Böen — dann bleiben die Zacken der Wetter-Rose und die Böen-Kachel leer („Messwert fehlt"), ebenso Sichtweite und Regenwahrscheinlichkeit. Die amtlichen Warnungen sind davon nicht betroffen.
Für die Warnungen — das einzige sicherheitsrelevante Stück des Moduls — gibt es einen zweiten Weg zu denselben amtlichen Daten: Ist Bright Sky nicht erreichbar, fragt das ETB den DWD-Geodienst, der ohnehin die Warnflächen der Karten liefert. Der Reihe nach: frischer Zwischenspeicher → Bright Sky → DWD-Geodienst → letzter bekannter Stand → unbekannt. Trägt gerade der Ausweichweg, steht das über der Warnliste.
Abgerufene Daten werden kurz zwischengespeichert (Warnungen und Messwerte wenige Minuten, die Vorhersage eine Viertelstunde), damit ein Live-Intervall von 10 Sekunden nicht bei jedem Takt beim DWD anklopft. Die Laufzeiten stellt der Administrator unter Wetter verwalten ein.
ℹ️ Klickst Du sehr schnell sehr viel auf der Karte, bremst das ETB Dich aus („Zu viele Wetter-Abrufe in kurzer Zeit") — jeder neue Kartenpunkt ist ein echter Abruf beim DWD. Einen Moment warten genügt.
Was als nächstes?
- Dieselben Ebenen auf der großen Karte → Lagekarte
- Wetter bei der Anlage und „Jetziges Wetter ins Tagebuch" → Einsatz-Detail
- Freischaltung, Gebiete und Datenquelle → Wetter verwalten